In katalanischen Gefängnissen sind mehr ausländische Gefangene als Spanier

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Seit dem 30. August haben die ausländischen Gefangenen zum ersten Mal die Spanier in Katalonien übertroffen. Derzeit befinden sich 7.991 Kriminelle in katalanischen Gefängnissen, von denen 3.987 Staatsangehörige Spaniens (49,89 %) und 4.004 (50,11 %) Ausländer sind.

Wenn die Gefangenen durch ihre begangenen Verbrechen gespalten werden, stellt sich heraus, dass einige von ihnen eine noch größere Vertretung von Ausländern genießen. 62,24% der wegen eines Diebstahls Inhaftierten sind Ausländer: 178 der 286. Auch 53% derjenigen, die einen Raubüberfall begangen haben; 68 Prozent der wegen Drogenhandels Verurteilten; 51 Prozent der Sexualstraftäter; und 52% der Mörder von Frauen.

Die Trägheit ist bis zu diesem Punkt gestiegen: Letztes Jahr, im Jahr 2022, endete sie mit 49 % der Insassen in Katalonien, die Ausländer waren. Im Jahr 2018, also vor fünf Jahren, konnte dieser Prozentsatz auf 44,5 % gesenkt werden. Im Jahr 2006, dem ersten Jahr, für das dem CGPJ Daten vorliegen, machten Ausländer 37,5 % der Gefängnisinsassen aus.

Von allen spanischen Regionen ist Katalonien mit Abstand die Region mit dem höchsten Anteil ausländischer Gefangener in ihren Gefängnissen, da der spanische Durchschnitt bei 30,1 % liegt. Hinter Katalonien liegt die Autonome Gemeinschaft Madrid (41 %), dicht gefolgt von Aragon (37 %), Kastilien und León (37 %), Melilla (35 %) und den Balearen (34 %). Auf der anderen Seite sind die Gefängnisse mit den meisten Spaniern Asturien (11 % der ausländischen Gefangenen), Extremadura (12 %) und Kantabrien (16 %).

Insgesamt beläuft sich die Gefängnispopulation in Spanien auf 55.751 Häftlinge, von denen 47.760 in staatsabhängigen Gefängnissen und weitere 7.991 in Gefängnissen der Generalitat von Katalonien inhaftiert sind. Vor der katalanischen Region liegt nur Andalusien mit 12.784 Gefangenen in seinen Gefängnissen.

Katalonien hat eine Gesamtbevölkerung von 7.792.611 Einwohnern, von denen 1.271.810 Ausländer sind, 16,32%. Unter all diesen sticht die marokkanische Bevölkerung hervor.

Bild: Copyright: svershinsky


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