Die Wohnbevölkerung in Spanien stieg im ersten Quartal 2023 aufgrund des starken Zuzugs ausländischer Staatsbürger um 136.916 Personen und erreichte am 1. April 2023 mit 48.196.693 Einwohnern den höchsten Stand der historischen Reihe. Grundlage sind vorläufige Daten der Kontinuierlichen Bevölkerungsstatistik des Instituto Nacional de Estadística (INE).
Der Zuwachs entspricht einem jährlichen Wachstum von 1,24 Prozent. Auf Jahresbasis bedeutet das einen Anstieg um rund 590.184 Personen – so viel wie seit 2008 nicht mehr. Hauptursache ist laut INE der starke Anstieg der Einwanderung, der den Rückgang der spanischen Staatsbürger mehr als ausgleicht.
Die Zahl der Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit wuchs im ersten Quartal um 149.530 Personen auf insgesamt 6.227.092. Gleichzeitig sank die Zahl der Personen mit spanischer Staatsangehörigkeit um 12.614. Die im Ausland geborene Bevölkerung belief sich auf 8.307.497 Menschen, was durch Einbürgerungen höher liegt als die Zahl der Ausländer.
Die wichtigsten Herkunftsländer der Zuwanderer waren Kolumbien (44.300), Marokko (23.200), Venezuela (21.500) und Peru (18.800). Die meisten Abwanderungen entfielen auf Spanier (11.500), gefolgt von Marokkanern, Rumänen und Kolumbianern.
In fast allen autonomen Gemeinschaften nahm die Bevölkerung zu. Die größten relativen Zuwächse verzeichneten die Gemeinschaft Madrid (0,6 %), die Valencianische Gemeinschaft (0,54 %) und Katalonien (0,46 %). Rückgänge gab es lediglich in Galicien, Extremadura sowie in Ceuta und Melilla.
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