Die älteste Stadt Spaniens liegt nachweislich in Andalusien

335

Laut Archäologen der Universität Granada (UGR) liegt die älteste Stadt Spaniens in Andalusien. Es ist die Stadt Los Millares in Santa Fe de Mondujar, etwa 22 km von Almeria entfernt. Dies wurde durch eine in der Zeitschrift „Archaeological and Anthropological Sciences“ veröffentlichte Studie bestätigt.

Die Stadt Los Millares wurde etwa 5.200 Jahre v. Chr. besiedelt. Es ist eine archäologische Referenzstätte des Chalkolithikums auf europäischer Ebene. Denn seine räumliche Organisation weist für seine Besiedlungszeit von 3200 bis 2200 v. Chr. eine außergewöhnliche funktionale Komplexität auf.

Die archäologische Stätte von Los Millares aus der Kupferzeit liegt auf einem spornförmigen Plateau zwischen der Gemeinde La Rambla de Huechar und dem Fluss Andarax, etwa 20 km von seiner Mündung entfernt. Nach Erkenntnissen von UGR-Forschern war die Stadt im Jahr 5.200 v. Chr. von bis zu 1.500 Menschen bewohnt.

Diese älteste Stadt Spaniens nahm eine Fläche von etwa sechs Hektar ein. Seine Überreste zeigen, dass die Stadt in vier von Mauern umgebene Einfriedungen aufgeteilt war. Es war eine Nekropole mit Sammelgräbern und einer Gruppe von 13 Festungen; befindet sich auf beiden Seiten des Boulevards Huechar. Diese vervollständigten das mächtige Verteidigungssystem, das die Siedlung und ihr unmittelbares Territorium kontrollierte.

200 Jahre vor der Besiedlung existierte in Los Millares eine megalithische Nekropole. Mindestens 80 Sammelgräber wurden gefunden, in denen jeweils etwa hundert Menschen begraben sind. Diese Nekropole nahm eine Fläche von etwa 13 Hektar ein. Die Gräber sind in kleinen Gruppen verteilt, was die bestehenden familiären, sozialen und symbolischen Beziehungen in Los Millares widerspiegelt.

Den Forschern zufolge hat diese Stadt aufgrund ihrer Lage an der Straße nach Afrika eine große soziale Dynamik erfahren. Diese Schlussfolgerung wurde gezogen, weil exotische Objekte wie Straußeneierschalen, Elfenbein und Bernstein an der Stätte gefunden wurden.

Vor sieben Jahrtausenden lebten die fast zweitausend Einwohner in kreisrunden Einzimmerhütten aus Mauerwerk und organischen Materialien, wie die Forscher enthüllten. Sie wiesen darauf hin, dass der Standort einen organisierten Urbanismus mit Häusern darstelle, die in einem kreisförmigen Plan angelegt seien. Einige dieser Gebäude dienten der öffentlichen Nutzung und Bauten im Zusammenhang mit der Verteilung und Speicherung von Wasser.

Es wird angenommen, dass der größte Teil dieser Einwohner von der Landwirtschaft, der Viehzucht und der Jagd sowie anderen Handwerken wie der Metallurgie oder der Herstellung von Pfeilspitzen gearbeitet und gelebt hat. Los Millares nahm an Bevölkerung ab, bis es 2.200 v. Chr. Ausstarb, fügten die Forscher hinzu.

Bild: Google Maps


Sie möchten immer die neuesten Nachrichten aus Spanien?
Abonnieren Sie doch unseren Newsletter