Covid macht in Spanien weiterhin sein Ding

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Während im letzten Jahr zu dieser Zeit die Auflage rückläufig war, verzeichnet der Mai 2024 bereits seit mehr als einem Monat einen Anstieg der Covid-Inzidenz in der Primärversorgung und in Krankenhäusern, da Covid nun als Teil der üblichen Erkältungskrankheiten betrachtet wird.

Die Zahlen des Überwachungssystems für akute Atemwegsinfektionen (SiVIRA) des Gesundheitsinstituts Carlos III belegen dies. Der jüngste Bericht für die Woche vom 13. bis 19. Mai schätzt die Covid-Inzidenz in der Primärversorgung auf 27,8 Fälle pro 100.000 Einwohner und in Krankenhäusern auf 1,86 Fälle pro 100.000 Einwohner. Zudem liegt die Positivitätsrate für das Coronavirus in Spanien bei 6,5 %, was bedeutet, dass von 100 durchgeführten Schnelltests sechs bis sieben positiv auf Covid sind.

Ein Vergleich dieser Zahlen mit denen vom vorherigen Monat zeigt, dass Covid in Spanien weiterhin präsent ist und sich nicht an saisonale Muster hält, da die Erkältungen auch bei warmem Wetter fortbestehen. Dies bestätigt erneut die Expertentheorie, dass das Coronavirus nicht saisonabhängig ist, sondern von der Intensität sozialer Kontakte abhängt. Der SiVIRA-Bericht für die Woche vom 15. bis 21. April verzeichnete eine Covid-Rate von 7,7 Fällen pro 100.000 Einwohner in der Primärversorgung, 0,3 in Krankenhäusern und eine Positivitätsrate von 1,6 %.

Der Präsident der Spanischen Gesellschaft für Epidemiologie, Óscar Zurriaga, hat erklärt, dass die Inzidenz zwar eine Trendwende zeigt, dieser Anstieg jedoch relativiert werden muss: “Sie ist von einem stabilen Niveau zu einem leichten Anstieg gewechselt. Ja, sie steigt, aber nicht signifikant. Die aktuelle Rate ist niedriger als in den vorherigen Saisons und sogar niedriger als in der letzten Saison, als die Pandemie nicht mehr im Fokus stand”, hebt er hervor.

In Bezug auf die vorherrschenden zirkulierenden Varianten war BA.2.86 mit 59,62 % die in der letzten Woche in den Sentinel-Zentren der Primärversorgung am häufigsten festgestellte Variante. Sie entstammt einem Komplex von Abstammungs- und Unterlinien von JN.1, der Variante, die gemäß den ISCIII-Daten seit Saisonbeginn dominiert (81,49 %).

Bild:jaboy


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