Virtueller Personalausweis: Spanische Nationalpolizei führt neues digitales Identitätssystem ein

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Die spanische Nationalpolizei hat einen ehrgeizigen Plan für digitale Identitäten auf den Weg gebracht, der darauf abzielt, die Effektivität der öffentlichen Verwaltung und die Zugänglichkeit digitaler Dienste für Einzelpersonen und Unternehmen gleichermaßen zu verbessern.

Diese Initiative, die am Donnerstag, den 29. Februar, angekündigt wurde und in ganz Spanien stattfindet, führt das Konzept eines “virtuellen Personalausweises” ein und setzt einen neuen Standard für die digitale Interaktion mit dem staatlichen und privaten Sektor.

Verbesserung der Bürgerdienste mit moderner Technologie

Ein wichtiger Aspekt des Plans ist die Modernisierung von 351 Dokumentationsaktualisierungsstellen (PADs) in Polizeidienststellen, die die Erneuerung von DNI-Zertifikaten, Passwortänderungen für elektronische Zertifikate und Datenüberprüfungsprozesse ermöglichen.

Bisher sind 20 dieser aktualisierten PADs in Betrieb, die restlichen sollen im Laufe des Jahres installiert werden. Das Projekt sieht auch vor, ab Juni 210 PADs in weiteren Gemeinden einzurichten, um die Zugänglichkeit staatlicher Dienstleistungen für die Öffentlichkeit zu erleichtern.

Vereinfachung des Zahlungsverkehrs und Erweiterung der Zugänglichkeit

Die Einführung eines Point-of-Sale-Systems (POS) für die Zahlung von Gebühren im Zusammenhang mit Identitäts- und Reisedokumenten stellt eine deutliche Verbesserung des Kundenservice dar.

Dieses System, das in Zusammenarbeit mit Banco Santander und Getnet entwickelt wurde, ist jetzt voll funktionsfähig und bietet den Bürgern eine bequemere Zahlungsmethode.

Über 1.800 Zahlungsterminals wurden landesweit an Dokumentenausgabestationen installiert, die eine Abdeckung für alle Formen von Karten- und mobilen Zahlungen gewährleisten.

Diese Initiative reduziert nicht nur die Notwendigkeit, mit Bargeld umzugehen, sondern führt auch zu einem digitaleren und effizienteren Verarbeitungserlebnis.

Einführung der “miDNI” für eine sichere digitale Identität

Das Projekt “miDNI” soll die Art und Weise verändern, wie Einzelpersonen mit dem öffentlichen und privaten Sektor interagieren, indem es eine virtuelle Repräsentation des physischen DNI bereitstellt

Diese digitale Version, die einen von der Polizei elektronisch signierten QR-Code enthält, zielt darauf ab, die Sicherheit und das Vertrauen des traditionellen Personalausweises zu replizieren.

Ein zentralisiertes System wird die Ausstellung und Verifizierung dieses virtuellen Ausweises erleichtern und eine sichere und bequeme Alternative für die Identitätsprüfung in verschiedenen Kontexten bieten, darunter Bankgeschäfte, Gastgewerbe und Autovermietungen.

Ausbau der Express-DNI-Ausgabe und der mobilen Einheiten

Um die Servicebereitstellung weiter zu verbessern, umfasst der Plan den Einsatz von Express-DNI-Ausstellungsmodulen, die schnellere Bearbeitungszeiten ermöglichen und gleichzeitig die Privatsphäre des Einzelnen wahren.

Darüber hinaus zielt die Einführung mobiler Dokumentationseinheiten darauf ab, diese Dienste auf entlegenere Gebiete Spaniens auszudehnen und sicherzustellen, dass alle Bürger Zugang zu grundlegenden Dokumentationsdiensten haben, einschließlich zum ersten Mal auch der Ausstellung von Reisepässen.

Abgerundet wird die Initiative durch die Hinzufügung von 155 neuen Wartemanagement-Teams, die in das Terminvergabesystem integriert sind, um den Prozess für diejenigen, die die Dokumentationseinheiten besuchen, zu rationalisieren.

Dieser umfassende Ansatz für die digitale Identität verspricht nicht nur die Verbesserung der Sicherheit und Zugänglichkeit von Behördendiensten, sondern positioniert Spanien auch an der Spitze der digitalen Innovation in der öffentlichen Verwaltung.

Bild: interior.gob.es


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