SPD Mutant Lauterbach disst Spanien

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Der Deutsche SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, glaubt nicht an die offizielle Anzahl von Fällen, die die Regierung von Mallorca angibt.

In der Sendung von Maybrit Illner am Donnerstagabend (25. März) verwies Lauterbach erstmals auf die Weigerung der Regierung, das Vorhandensein der gefährlichen brasilianischen Mutation P.1 auf der Insel zuzugeben. “Mallorca hat jetzt bestritten, dass es die P.1 hat”, sagte Lauterbach. “Das glaube ich übrigens nicht. Ich glaube, es gibt P.1”

Seine Kritik an der balearischen Regierung ging weiter, wenn auch ohne Beweise. “Ich denke, sie haben P.1 für eine lange Zeit und ich glaube nicht, wie viele Fälle es gibt”, kommentierte er in Bezug auf die offiziellen Informationen der regionalen Exekutive. Unter dieser Prämisse begründete er, dass sie in Deutschland “nach Hilfsstrukturen suchen, um Reisen nach Mallorca in irgendeiner Weise zu verbieten”.

Antoni Oliver, Chefbiologe des Landeskrankenhauses Son Espases, wo die Virenproben auf den Balearen analysiert werden, muss ein wenig lachen, als er von der MallorcaZeitung hört, dass ein überaus renommierter deutscher Gesundheitspolitiker Mallorca der “Tricksereien” bei der Bekanntgabe der auf der Insel zirkulierenden Corona-Mutationen beschuldigt. 

“Fakten sind Fakten, das ist schon empörend, wenn sie anders dargestellt werden”, sagt er danach, schon ernster, in Bezug auf die Anschuldigungen von Karl Lauterbach (SPD).

Auch Joan Carles March, Arzt und Professor für öffentliche Gesundheit, hält die brasilianische Variante des Virus für einen Nebenschauplatz. So seien in Spanien, ebenso wie in Deutschland, bisher nur sehr wenige Fälle entdeckt worden. “Es kann sein, dass es mehr gibt, ich denke aber nicht, dass es sehr viel mehr sein werden”, so der Arzt und Professor für öffentliche Gesundheit. Er habe vollstes Vertrauen in die Mikrobiologen von Son Espases. “Sie machen eine exzellente Arbeit.”

Bild Instagram Karl Lauterbach


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