Spanischer Apothekenmitarbeiter festgenommen weil er gefälschte negative Covid-19-Testzertifikate für 130 euro verkaufte

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Ein Apothekenmitarbeiter, der verdächtigt wird, Reisenden gefälschte negative Covid-19-Testzertifikate zur Verfügung gestellt zu haben, wurde von der spanischen Polizei festgenommen. Der Verdächtige soll sein eigenes Reisebüro betrieben haben, um die Vermarktung der gefälschten Dokumente zu unterstützen.

Der 24-jährige Mann, der im südspanischen El Ejido festgenommen wurde, forderte angeblich 130 Euro für jede gefälschte Bescheinigung. Er leistete den illegalen Dienst für marokkanische Bürger, die den Nachweis benötigten, dass sie vor ihrer Heimreise auf das Virus negativ getestet worden waren. 

Laut lokalen Medien konnte der Verdächtige auf den Computer eines Labors zugreifen, das Covid-19-Zertifikate ausstellte, und die Dokumente fälschen, indem er den Namen des getesteten Patienten änderte. 

Der Apotheker soll seine Arabischkenntnisse genutzt haben, um Kunden anzulocken. Um den illegalen Handel weiter zu nutzen, hatte er einen zweiten Job, betrieb sein eigenes Reisegeschäft und verkaufte Flugtickets. Kunden, die Covid-19-Zertifikate benötigen, wurden an die Apotheke verwiesen, damit er ihnen gefälschte Testergebnisse liefern konnte. Es wird angenommen, dass er alleine gehandelt hat. 

Die Verhaftung erfolgte, nachdem die Polizei den Verdacht hatte, dass es in der Gegend einen Schwarzmarkt gab, auf dem Reisende falsche Dokumente erhielten. Ende April starteten Polizeibeamte die Operation Pharmacy in der Hoffnung, herauszufinden, wer hinter der illegalen Operation steckt.


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