Spanien exportiert Haifleisch in 85 verschiedene Länder

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Der WWF hat mit einem Team von Wissenschaftlern zusammengearbeitet, um die erste Analyse des globalen Hai- und Rochenhandelsnetzwerks mit Hilfe der Graphentheorie zu entwickeln, die nicht nur die wichtigsten Importeure und Exporteure von Hai- und Rochenfleisch aufzeigt, sondern auch die Händler, die eine wesentliche Rolle als Vermittler spielen.

Wir essen mehr Hai- und Rochenfleisch, als uns bewusst ist, und das geschieht überall, auch in Europa, mit schwerwiegenden Folgen für einige Arten, die bereits vom Aussterben bedroht sind. Haie und Rochen wandern mehr, wenn sie tot als lebendig sind, da ihr Fleisch über 200 Grenzen überquert, wobei einige Mittelmeerländer und europäische Länder eine Schlüsselrolle als Importeure und Exporteure sowie als Verbraucher spielen. Es ist ein globaler Handel, der Management und Transparenz erfordert, um die Illegalität und die rapide Erschöpfung von Haien und Rochen in unseren Ozeanen zu bekämpfen”, betont Simone Niedermüller von der Mediterranean Maritime Initiative des WWF.

Es wird von Spanien dominiert (exportiert Haifleisch in 85 verschiedene Länder und Territorien), während die wichtigsten Handelsbrücken für das Haifleischnetz zwischen Japan und Spanien, dem Vereinigten Königreich und Spanien, Portugal und Spanien, Japan und Panama sowie China und Japan bestehen. Die EU hat sich als Hauptlieferant für die südost- und ostasiatischen Märkte etabliert, wobei ihre eigenen Exporte und Importe etwa 22 % des gesamten weltweiten Haifleischhandels ausmachen.

Die Aufklärung der Öffentlichkeit über das Problem der Fischerei und des Handels mit geschützten und gefährdeten Haien und Rochen sowie über die Notwendigkeit einer verstärkten Kontrolle der Rückverfolgbarkeit sind wichtige Schritte zur Erhaltung und Wiederherstellung des Gleichgewichts in marinen Lebensräumen.

Der Bericht zeigt deutlich, wie und wo die internationalen Bemühungen konzentriert werden sollten, um den Rückgang der Hai- und Rochenpopulation umzukehren, und fordert weitaus mehr Transparenz und Rückverfolgbarkeit, die erforderlich sind, um die anhaltende Erschöpfung dieser lebenswichtigen Arten – und unserer Ozeane im Allgemeinen – zu stoppen. Heute sind die Populationen einiger Arten um bis zu 95 % zurückgegangen, während 36 % der mehr als 1.200 bekannten Hai- und Rochenarten vom Aussterben bedroht sind.

Bild: Foto 26863095 © Jamen Percy | Dreamstime.com


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