Ratten und Kannibalismus: Das Spanische-Schweine System von Lidl

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Ein Gericht in Burgos untersucht die Ausbeutung nach einer Beschwerde einer NGO, die Bilder durch einen Eindringling aufgenommen hatte. Das Unternehmen Aenor hat am Dienstag nach Fragen von El Pais sein Zertifikat für den Respekt vor Tieren zurückgezogen.

Die Untersuchung der spanischen Nichtregierungsorganisation Animal Welfare Observatory (OBA) enthüllt die unhygienischen Zustände in einer Schweinefarm in Quintanilla del Coco (Burgos, 50 Einwohner) mit einer Kapazität von etwa 5.000 Schweinen, die sie “Farm des Terrors” genannt haben.

Bilder, die von Tierschützern in einem Schweinezuchtbetrieb südlich von Burgos in Spanien aufgenommen wurden, zeigen erschreckende Zustände. Die Aufnahmen zeigen Ratten und Maden in den Ställen, tote Schweine, die von ihren Artgenossen angefressen werden, und sterbende Tiere, die außerhalb der Hallen später von Geiern gefressen werden. Es scheint, dass tote Tiere regelmäßig in einem angrenzenden Wald abgeladen werden, was ein gefundenes Fressen für die zahlreichen Geier in der Region ist.

Jetzt können Sie auch die Realität einer Schweinefarm kennenlernen, die an einen Lidl-Lieferanten angeschlossen ist. Achtung schreckliche Bilder!

Fleisch aus diesem Betrieb wurde nachweislich bis 2022 an den Fabrikanten Campofrio geliefert, dessen Wurst auch in deutschen Supermärkten Lidl verkauft wird. Große Lebensmittelketten haben auf Nachfrage bestätigt, dass Campofrio aktuell nicht mehr von dem Betrieb bei Burgos beliefert wird. Der Besitzer des Betriebs hat sich jedoch widersprüchlich zu möglichen weiteren Lieferungen geäußert.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace Spanien hat das industrielle Modell der Fleischproduktion kritisiert, das sich in Spanien “unkontrolliert ausgebreitet hat”. Sie behaupten, dass Fabrikanten große Mengen Medikamente benötigen, weil Tiere so eng zusammengepfercht würden.

Die Tierschutzorganisation Animal Welfare Observatory hat den Schweinezuchtbetrieb angezeigt. Es geht unter anderem um Tierquälerei und Betrug gegenüber Verbrauchern. Der Betrieb durfte ein Tierwohl-Zertifikat führen, das von einer privaten Initiative vergeben wurde. Tier- und Umweltschützer kritisieren diese Auszeichnungen.

Mehr als 90 Prozent des in Spanien produzierten Schweinefleisches stammt aus industrieller Massentierhaltung. Diese Praxis hat weitreichende Auswirkungen auf die Umwelt und das Wohlergehen der Tiere. Es ist klar, dass eine Reform der Fleischindustrie notwendig ist, um nachhaltigere und tierfreundlichere Praktiken zu fördern.

Bild: X


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