Internetverbindung ADSL verschwindet in wenigen Tagen in Spanien

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Die Tage des ADSL-Anschlusses von Telefónica sind in Spanien gezählt. Das Unternehmen plant, alle seine Einzelhandelsdienste, die auf dem alten Kupfernetz laufen, das den ADSL-Internetzugang von Movistar bereitstellt, am 19. April, zeitgleich mit dem hundertjährigen Bestehen des Unternehmens, vollständig einzustellen.

Ziel ist es laut Banda Ancha, die Migration dieses Dienstes auf Glasfaser abzuschließen, die im Vergleich zum Kupfernetz eine bessere Leistung bietet und weniger Kupferanlagen benötigt, um die Bevölkerung zu versorgen.

Aus diesem Grund informiert Telefónica seine betroffenen Kunden bereits seit einiger Zeit über diesen notwendigen Glasfaserwechsel. Es ist nicht der einzige Telefonbetreiber, denn Vodafone geht davon aus, dass die ADSL-Abschaltung im Juni abgeschlossen sein wird, und Orange ist ebenfalls dabei, seine ADSL-Kunden zu benachrichtigen.

Trotzdem sind in Spanien immer noch rund 444.000 ADSL-Anschlüsse in Betrieb, die ohne Internetanschluss bleiben, wenn sie nicht so schnell wie möglich auf Glasfaser (FTTH) umgestellt werden, so die neuesten Daten der CNMC für den Monat Januar.

Diese hohe Zahl von Kunden, die trotz der Ankündigung der Betreiber immer noch ADSL haben, könnte damit erklärt werden, dass es einen guten Teil dieser Inhaber gibt, die nicht ausfindig gemacht werden konnten. Im Fall von Telefónica erfolgten die Mitteilungen per Brief, SMS, Telefonanruf und sogar über Burofax.

Die ADSL-Technologie ermöglicht die Verbindung zum Internet über die herkömmliche Telefonleitung, ein Dienst, der über das alte Kupfernetz funktioniert, über das der Telefondienst ursprünglich übertragen wurde. Auf dieser Infrastruktur wurde Ende der 90er Jahre mit dem ADSL-Breitband-Internetzugang begonnen. Die Benutzer verlangten jedoch zunehmend mehr Geschwindigkeit, um sich mit dem Internet zu verbinden, was zu einer Modernisierung des Netzwerks führte. Ab 2007 startete Telefónica seinen ersten Pilotversuch mit Glasfaser, bei dem Kupfer durch dieses andere neue Übertragungsmedium ersetzt wurde.

Der massive Ausbau der Glasfaser hat Telefónica dazu veranlasst, seine Kupfervermittlungszentren schrittweise zu schließen, da sie angesichts der “viel besseren” Leistung des neuen Glasfasernetzes nicht mehr benötigt werden.

Bild: grazvydas


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