Fast 70 % der Spanischen Unternehmen planen ihre Preise im nächsten Jahr zu erhöhen

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Fast 70 % der spanischen Unternehmen planen, ihre Preise im nächsten Jahr zu erhöhen, laut dem neuesten Wirtschaftsbericht, der von der Banco de España veröffentlicht wurde.

Im Vergleich zu den größeren Volkswirtschaften der Eurozone erwarten die Unternehmen in Deutschland einen höheren Preisauftrieb als in den anderen drei Ländern. Mehr als ein Drittel der deutschen Unternehmen rechnet mit „starken“ Preissteigerungen (36 %), während in den anderen großen Volkswirtschaften der Anteil zwischen 21 % (Spanien und Italien) und 26 % (Frankreich) schwankt.

In allen vier Ländern bilden Unternehmen, die mit „leichten“ Preiserhöhungen rechnen, die größte Gruppe (mit Anteilen von 44 % in Deutschland bis 49 % in Frankreich und Italien), während nur rund ein Viertel der Unternehmen mit Preissteigerungen rechnen gleich bleiben oder abnehmen (in einem Verhältnis, das von 18 % in Deutschland bis 30 % in Spanien reicht).

Wie der Bericht der Bank von Spanien feststellt, sind „Vorleistungskosten (sowohl Material als auch Arbeitskosten) und die erwartete Inflation die Hauptfaktoren, die die Erwartungen höherer Verkaufspreise bei Unternehmen im Euroraum erklären, gefolgt von der Nachfrage nach ihren Produkten und Dienstleistungen“.

Auf diese Weise und im Einklang mit dem beobachteten Anstieg der internationalen Preise für Grunderzeugnisse und Rohstoffe sind die Kosten der Inputs der wichtigste Faktor, der derzeit die Verkaufspreiserwartungen beeinflusst (von 74 % der Unternehmen als „sehr wichtig“ angesehen), gefolgt durch Arbeitskosten (60 %), erwartete Inflation (58 %) und die Nachfrage nach ihren Produkten und Dienstleistungen (55 %).

Die größere Bedeutung, die den Inputkosten beigemessen wird, erklärt, warum die Verkaufspreiserwartungen in Industrie, Bau und Handel höher sind als bei Dienstleistungen. Während Unternehmen der Industrie, des Baugewerbes und des Handels der Rolle der Inputkosten eine deutlich größere Bedeutung beimessen als den Dienstleistungen.

„Dies unterstreicht die starke Auswirkung des Anstiegs der Material- und Rohstoffpreise in den letzten Monaten in den Wirtschaftszweigen, in denen die meisten Materialien verwendet werden, während die arbeitsintensivsten Sektoren – wie Dienstleistungen, aber auch das Baugewerbe – eine Rolle spielen etwas größere Bedeutung für die Arbeitskosten”, schlussfolgern sie im Bulletin.

Bild: Copyright: olegkachura


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