Die Nachfrage nach Strom und Gas sinkt in Spanien

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Spanien hat seine Nachfrage nach Erdgas von August bis 21. März im Vergleich zum Verbrauch der letzten fünf Jahre um 31 % reduziert. Betrachtet man die Importbilanz des Fünfjahreszeitraums, so erreicht der Rückgang der Inlandsnachfrage 23%. Die Stromnachfrage ist unterdessen um 7% gesunken. Diese Rückgänge sind zu einem großen Teil auf den Plan für mehr Energiesicherheit (Plan + SE) zurückzuführen, von dem 49 Maßnahmen aktiviert wurden, was 67 % der Gesamtzahl entspricht.

Seit August hat die Regierung Maßnahmen ergriffen, um ihren europäischen Verpflichtungen nachzukommen, und am 11. Oktober genehmigte der Ministerrat den +SE-Plan mit drei Hauptzielen: Verbesserung des Verbraucherschutzes, Senkung des Energieverbrauchs und Stärkung der Solidarität mit dem Rest der EU, Steigerung der Gasexporte direkt oder in Strom umgewandelt.

Die Staatssekretärin für Energie, Sara Aagesen, hat den Rest des sechsten Gültigkeitsmonats des +SE-Plans vorgelegt, der mit dem Ende des ursprünglich von der EU geplanten Zeitraums zusammenfällt.

Die ergriffenen Maßnahmen haben es ermöglicht, die Stromrechnung eines durchschnittlichen Haushaltsverbrauchers, der unter den regulierten Tarif fällt, um 30,2 % im Vergleich zur gleichen Rechnung zu senken, wenn keine Maßnahmen ergriffen wurden. Schutzbedürftige Verbraucher zahlen unterdessen 67 % weniger als vor Beginn der Krise, und die Rechnung der besonders schutzbedürftigen Personen wurde um 75 % gesenkt. Bei KMU beläuft sich die Senkung der Stromrechnungen ohne Maßnahmen auf 8,3 % und für den Industriesektor auf 4,9 %, was sich bei stromintensiven Verbrauchern auf 12,1 % erhöht.

Auf der anderen Seite stehen Haushalten mit Gasheizung regulierte Tarife zur Verfügung. Haushalte mit Warmwasser und Heizung zahlen 31 % weniger als ohne die Maßnahmen.

Bild: Copyright: alexandersr


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