Der große Spanien-Überlebensguide

Ein spürbares Erdbeben der Stärke 4,8 hat am Freitagmorgen zahlreiche Menschen auf den Kanarischen Inseln überrascht. Besonders auf Gran Canaria und Teneriffa berichteten Bewohner von deutlich wahrnehmbaren Erschütterungen. Obwohl bislang keine Schäden oder Verletzten gemeldet wurden, sorgt das ungewöhnlich starke Seebeben erneut für Diskussionen über die seismische Aktivität rund um das Archipel.

Erdbeben nördlich von Las Palmas de Gran Canaria registriert

Nach Angaben des spanischen Instituto Geográfico Nacional (IGN) ereignete sich das Erdbeben am Freitag um 9:50 Uhr kanarischer Zeit im Atlantik. Das Epizentrum lag rund 61 Kilometer nördlich von Las Palmas de Gran Canaria.

Die gemessene Stärke betrug 4,8. Der Erdbebenherd befand sich in etwa 30 Kilometern Tiefe unter dem Meeresboden. Erste Auswertungen des IGN bestätigen, dass das Beben von Teilen der Bevölkerung deutlich gespürt wurde.

Die Koordinaten des Epizentrums lagen zudem etwa 105 Kilometer nordöstlich von Santa Cruz de Tenerife sowie rund 117 Kilometer westlich der Nordküste von Fuerteventura.

Bereits zuvor weiteres Erdbeben zwischen Teneriffa und Gran Canaria

Bereits etwa 35 Minuten vor dem stärkeren Hauptbeben hatte das seismische Netzwerk des IGN ein weiteres Erdbeben registriert. Dieses erreichte eine Stärke von 2,1 und ereignete sich zwischen Gran Canaria und Teneriffa auf dem Meeresboden.

Experten beobachten die Region seit Monaten verstärkt. Immer wieder kommt es zwischen den Inseln Teneriffa und Gran Canaria zu kleineren vulkanotektonischen Erschütterungen. Laut bisherigen wissenschaftlichen Einschätzungen gibt es aktuell jedoch keine Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden Vulkanausbruch.

Bevölkerung auf den Kanaren meldet spürbare Erschütterungen

In sozialen Netzwerken berichteten zahlreiche Bewohner über vibrierende Fenster, schwankende Möbel und kurze Erschütterungen in Wohnungen und Büros. Offizielle Angaben darüber, in welchen Orten das Beben exakt wahrgenommen wurde, lagen zunächst noch nicht vollständig vor.

Die Behörden betonten am Vormittag, dass derzeit keine Hinweise auf größere Schäden bestehen. Auch eine Tsunami-Gefahr wurde bislang nicht gemeldet.

Warum Erdbeben auf den Kanaren regelmäßig auftreten

Die Kanarischen Inseln gehören geologisch zu einer aktiven Vulkanregion im Atlantik. Besonders die Gebiete zwischen Teneriffa und Gran Canaria gelten als seismisch aktiv. Dort befindet sich unter anderem der Unterseevulkan „Enmedio“, in dessen Umfeld in den vergangenen Jahren wiederholt Erdbeben registriert wurden.

Das aktuelle Beben gehört zu den stärkeren registrierten Erschütterungen der vergangenen Jahre in der Region. Bereits in den vergangenen Monaten hatten Wissenschaftler eine erhöhte seismische Aktivität rund um Teneriffa dokumentiert.

Experten weisen jedoch regelmäßig darauf hin, dass einzelne Erdbeben auf den Kanarischen Inseln nicht automatisch auf einen bevorstehenden Vulkanausbruch hindeuten.

Behörden beobachten Lage weiter

Das IGN sowie weitere Vulkanologen beobachten die Entwicklung nun genau. Sollten weitere stärkere Erdbeben folgen oder sich die Aktivität verändern, könnten zusätzliche Analysen veröffentlicht werden.

Die Behörden rufen die Bevölkerung gleichzeitig dazu auf, Ruhe zu bewahren und Informationen ausschließlich über offizielle Stellen zu verfolgen.

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