Zum Abschluss des letzten Juni-Wochenendes zeigt sich das Wetter in weiten Teilen Spaniens noch einmal von seiner unbeständigen Seite. Eine Kaltluftwelle in der Höhe überquert am Sonntag die Iberische Halbinsel und sorgt für eine deutlich erhöhte Gewitterneigung. Die staatliche Wetterbehörde AEMET hat deshalb für zahlreiche Regionen Wetterwarnungen ausgegeben – in mehreren Gebieten gilt sogar die orange Warnstufe.
Meteorologen rechnen damit, dass sich am Nachmittag kräftige und teils organisierte Gewitter entwickeln. Neben intensiven Regenfällen sind auch großer Hagel, schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten von über 80 km/h sowie örtlich sogar tornadoartige Entwicklungen nicht ausgeschlossen. Aufgrund der hohen Niederschlagsintensität besteht zudem die Gefahr von Sturzfluten in Schluchten, Bächen und kleineren Flüssen.
Als Schwerpunkt der Unwetterlage gelten die Regionen Aragón, Navarra, La Rioja sowie die iberischen Gebiete der Provinz Soria. Dort warnen die Meteorologen vor besonders heftigen Gewittern mit großem Hagel und Starkregen von mehr als 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde.
Weitere gelbe Warnungen bestehen unter anderem für Teile von Huesca, Teruel, Cuenca, Guadalajara, Albacete, Álava, den Osten von Burgos, Bizkaia, Gipuzkoa, das östliche Zentralsystem in Segovia sowie das Hinterland der Provinzen Valencia und Alicante. Auch in Teilen der Regionen Murcia, Granada und Almería muss mit kräftigen Gewittern gerechnet werden.
Die Warnungen gelten überwiegend ab den Mittagsstunden bis in den späten Abend. Erst mit dem Abzug der Gewitterzellen wird eine allmähliche Wetterberuhigung erwartet.
Für die kommende Woche deutet sich bereits die nächste Wetterumstellung an. Ein Hochdruckgebiet wird sich zwischen den Azoren und Mitteleuropa etablieren und die Temperaturen insbesondere im Landesinneren sowie im Südwesten Spaniens wieder deutlich ansteigen lassen. Einzelne Wärmegewitter bleiben dennoch möglich, wenn kleinere Höhentröge oder Kaltlufttropfen über die Halbinsel ziehen.
Wer sich heute im Freien aufhält oder längere Fahrten plant, sollte die Wetterentwicklung aufmerksam verfolgen und amtliche Warnungen beachten. Besonders in den von Unwettern betroffenen Regionen können sich die Wetterbedingungen innerhalb kurzer Zeit erheblich verschlechtern.











