Ein starkes Erdbeben hat in den frühen Morgenstunden des Samstags die Provinz Granada erschüttert und in weiten Teilen Andalusiens für erhebliche Unruhe gesorgt. Das Beben erreichte nach aktuellen Angaben des Nationalen Geografischen Instituts (IGN) eine Magnitude von 5,0 und hatte sein Epizentrum in der Gemeinde Alhendín im Großraum Granada.
Das Erdbeben wurde um 1:04 Uhr registriert und war in zahlreichen Orten deutlich zu spüren. Der Notruf 112 Andalusien verzeichnete mehr als 80 Anrufe. Nach ersten Erkenntnissen kam es zu verschiedenen Sachschäden.
Schäden in der Metropolregion Granada
Nach Angaben des Notdienstes wurden Erdrutsche sowie Schäden an Fassaden und Dächern gemeldet. Besonders betroffen ist die Metropolregion Granada. In Armilla wurden materielle Schäden festgestellt.
Die Regionalregierung Andalusiens aktivierte daraufhin die Notfallphase „Betriebssituation 1“ des Seismischen Risikoplans. Gesundheits- und Notfallminister Antonio Sanz begründete diesen Schritt mit der Stärke des Erdbebens und der Zahl der eingegangenen Notrufe.
Behörden rufen zur Vorsicht auf
Die Junta de Andalucía fordert die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren und Gebäude vorerst weder zu betreten noch zu verlassen. Außerdem wird empfohlen, sich von Fassaden, Balkonen, Gesimsen und Mauern fernzuhalten, da herabfallende Gebäudeteile eine Gefahr darstellen können.
Erschütterungen in weiten Teilen Südspaniens spürbar
Nach Auswertungen des IGN wurde das Erdbeben in nahezu der gesamten Provinz Granada wahrgenommen. Meldungen kamen unter anderem aus Huéscar, Almuñécar, Salobreña, Motril sowie aus zahlreichen Gemeinden im Großraum Granada.
Auch in der Provinz Jaén, unter anderem in Alcalá la Real, Linares und Jódar, sowie in der Provinz Almería mit Städten wie Almería, Roquetas de Mar, El Ejido und Adra wurden Erschütterungen registriert. Ebenso berichteten Bewohner der Provinz Málaga, darunter Fuengirola, Torremolinos und Vélez-Málaga, sowie der Stadt Córdoba über das Beben.
Darüber hinaus wurden leichte Erschütterungen auch in Puertollano, Ciudad Real, Albacete und sogar in Madrid gemeldet.
Nachbeben wenige Minuten später
Sechs Minuten nach dem Hauptbeben registrierte das IGN ein weiteres Erdbeben der Stärke 2,6 mit Epizentrum in Gójar.
Bereits am Freitag waren im selben Gebiet des Großraums Granada drei schwächere Erdbeben aufgezeichnet worden, die ebenfalls von der Bevölkerung wahrgenommen wurden.











