Der große Spanien-Überlebensguide

Verbraucher in Spanien sollten derzeit besonders aufmerksam sein: Die spanische Behörde für Lebensmittelsicherheit und Ernährung (Aesan) hat vor dem Verzehr bestimmter Fuet-Produkte gewarnt. In betroffenen Chargen der Wurstspezialität wurde Salmonella nachgewiesen. Gleichzeitig wurde eine weitere Lebensmittelwarnung wegen nicht deklarierter Laktose in einem Fleischprodukt veröffentlicht.

Die Warnungen betreffen mehrere autonome Gemeinschaften Spaniens. Verbraucher werden aufgefordert, die genannten Produkte zu überprüfen und gegebenenfalls nicht zu konsumieren.

Salmonellen in Fuet der Marke Can Duran nachgewiesen

Auslöser der Warnung war eine Meldung über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (RASFF). Frankreich hatte zuvor auf ein mögliches Gesundheitsrisiko im Zusammenhang mit Fuet-Produkten hingewiesen.

Betroffen sind folgende Chargen des Produkts „Extra Fuet“ der Marke Can Duran:

  • Chargennummer 262014422 – Mindesthaltbarkeitsdatum: 24. Juli 2026
  • Chargennummer 262014423 – Mindesthaltbarkeitsdatum: 1. August 2026

Die Produkte wurden in Kunststoffverpackungen mit einem Gewicht von jeweils 170 Gramm verkauft und bei Raumtemperatur gelagert.

Nach Angaben der Behörde erfolgte die erste Verteilung in den Regionen Aragonien, Katalonien und Navarra. Eine Weiterverteilung in andere Teile Spaniens kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Behörde rät dringend vom Verzehr ab

Aesan empfiehlt Verbrauchern, die betroffenen Produkte bereits gekauft haben, diese nicht zu verzehren.

Personen, die das Fuet bereits konsumiert haben und anschließend Beschwerden entwickeln, sollten ärztlichen Rat einholen. Typische Symptome einer Salmonellose sind:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Kopfschmerzen

Die Erkrankung kann insbesondere für ältere Menschen, Kleinkinder und Personen mit geschwächtem Immunsystem problematisch werden.

Zweite Warnung: Nicht deklarierte Laktose in Fleischprodukt

Zusätzlich veröffentlichte die Behörde eine Warnung für Menschen mit Laktoseintoleranz oder entsprechender Allergie. Bei einem Fleischprodukt des Unternehmens Jamones Alfredo Monfort wurde Laktose festgestellt, die auf der Verpackung nicht angegeben war.

Betroffen sind folgende Chargen:

  • Charge 52-25 – Mindesthaltbarkeitsdatum 22. Oktober 2026
  • Chargen 05-26 und 07-26 – Mindesthaltbarkeitsdatum 29. November 2026
  • Charge 12-26 – Mindesthaltbarkeitsdatum 19. Januar 2027
  • Charge 10-26 – Mindesthaltbarkeitsdatum 5. Juni 2027

Die Produkte wurden vakuumverpackt in Blockformaten zwischen 200 und 1.000 Gramm sowie in geschnittenen Verpackungen zwischen 130 und 150 Gramm verkauft. Sämtliche Produkte wurden gekühlt vertrieben.

Verteilung auch in der Valencianischen Gemeinschaft

Die betroffenen Fleischwaren wurden laut Behörde in Aragonien, Katalonien und der Valencianischen Gemeinschaft ausgeliefert. Auch hier kann eine spätere Weiterverteilung in andere Regionen Spaniens nicht ausgeschlossen werden.

Für die allgemeine Bevölkerung besteht nach derzeitigen Informationen kein gesundheitliches Risiko. Die Warnung richtet sich ausschließlich an Personen, die Laktose aus gesundheitlichen Gründen vermeiden müssen.

Verbraucher sollten Verpackungen überprüfen

Die spanischen Behörden empfehlen Verbrauchern, die genannten Chargennummern sorgfältig mit den gekauften Produkten abzugleichen. Wer eines der betroffenen Lebensmittel besitzt, sollte die Hinweise der Behörde beachten und die Produkte nicht konsumieren beziehungsweise bei Unverträglichkeiten besonders vorsichtig sein.

Die aktuellen Warnungen zeigen erneut, wie wichtig die europaweite Lebensmittelüberwachung für den Schutz der Verbraucher in Spanien und anderen EU-Staaten ist.

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