Hochdruckblockade endet: Neue Wetterlage kündigt sich an
Die seit Tagen andauernde Hochdruckblockade über den Britischen Inseln, die das Wetter über Spanien stabil und meist sonnig hielt, geht ihrem Ende entgegen. Ab dem Wochenende öffnet sich die Tür für atlantische Fronten und Sturmsysteme, die mit wechselhaftem Wetter auf die Iberische Halbinsel treffen werden. Noch bis Freitag bleibt das Wetter relativ ruhig, doch Meteorologen erwarten ab Samstag einen deutlichen Wetterumschwung.
Erste Anzeichen auf den Kanarischen Inseln
Bereits morgen werden sich die Kanaren als erste Regionen Spaniens auf die neue Wetterlage einstellen müssen. Die Bewölkung nimmt dort deutlich zu, insbesondere auf den westlichen Inseln wie La Palma, La Gomera und El Hierro, wo erste Schauer auftreten. In den kommenden Tagen intensivieren sich die Regenfälle.
Mittelmeerraum: Noch instabil, aber abklingend
Im östlichen Teil Spaniens bleibt das Wetter weiterhin leicht instabil. Besonders im Mittelmeerraum – auf den Balearen, in Katalonien, der Valencianischen Gemeinschaft, Murcia und Almería – sind weiterhin örtliche Schauer und Gewitter möglich. Auf Menorca drohen sogar heftige Regengüsse, begleitet von Nordostwinden (Gregal). Die Temperaturen bleiben insgesamt mild, mit Sonnenfenstern zwischen den Schauern.
Donnerstag und Freitag: Noch sommerlich mild im Süden
Trotz zunehmender Bewölkung bleibt es in weiten Teilen Spaniens freundlich und warm. Im Süden der Halbinsel, insbesondere in Andalusien, werden weiterhin 30 °C und mehr erreicht. Nur im Osten und Südosten können nachmittägliche Gewitter in den Bergen auftreten, vor allem im Alto Tajo und in den Gebirgsregionen um Murcia und Almería.
Ab Sonntag: Atlantikfronten erreichen Spanien
Ab dem 19. Oktober prognostiziert das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) den Durchbruch der antizyklonalen Blockade. Der Polarjet verstärkt sich und lenkt eine Abfolge von atlantischen Tiefdruckgebieten in Richtung Iberische Halbinsel. Damit werden Regen und Wind zurückkehren, besonders im Nordwesten (Galicien, Asturien, Kastilien und León). Dort treten die ersten nennenswerten Niederschläge auf, während andere Regionen des Atlantikhangs bewölktes und wechselhaftes Wetter erleben werden.
Langfristiger Trend: Wechselhafte Atlantikdominanz
Mit der Umstellung auf ein NAO+ Muster (North Atlantic Oscillation) wird der Atlantik das Wetter über Spanien dominieren. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit für regelmäßige Regenfälle, was besonders für die landwirtschaftlichen Gebiete und Stauseen eine gute Nachricht ist.











