Spanische Regierung tötet den Tourismus – totale Überwachung beginnt – ein Wochenrückblick

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Ach wie schön ist es doch auf Mallorca! Während die Deutsche und Spanische Regierung das Pilotprojekt am 15 Juni gestartet haben und es 10.900 Personen ermöglichten endlich nach Mallorca zu reisen, haben das scheinbar noch nicht alle verstanden. Den es kamen bisher lediglich 2200 Personen an.

Macht nichts, denkt sich der Spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez, den für ihn startet der Mallorca Urlaub erst ab Juli. In seiner Fernsehansprache vom Samstag gab er das GO für den Start des Tourismus. Er sagt weiter „Deshalb lade ich alle Einrichtungen, Bars, Restaurants und alle touristischen Ziele im Land ein, ihre Tätigkeiten wieder aufzunehmen.“ Möglicherweise hat er hierbei vergessen das es mit einer Einladung nicht getan ist.

Geschäftsumsatzindex -40% im April 2020

Das weiss auch Ballermann-Künstler Tim Toupet, der versucht sich derzeit irgendwie über Wasser zu halten. „Ich bin mir nicht zu schade, Pizza-Taxi ausfahren zu müssen“, schrieb der Gassenhauer-Sänger auf Facebook. „Wir haben echt eine brutale Zeit gerade.“

Nach dem einzigen Zwei-Sterne-Restaurant „Zaranda“ auf Mallorca, macht auch ein weiterer kulinarischer Tempel erstmal zu. Die Star-Köchin Macarena de Castro schließt bis mindestens Mai 2021 ihr nach ihr selbst benanntes Lokal mit einen Michelin-Stern in Port d’Alcúdia.

Wie viele Geschäfte im Land wirklich schließen mussten oder Insolvenz angemeldet haben, werden wir am 8. Juli sehen, wenn die neuen Statistiken für Mai 2020 des Registro Mercantil Central veröffentlicht werden.

Im Hafen von Palma de Mallorca werden nach wie vor bis auf Weiteres keine Kreuzfahrtschiffe anlegen. Den schon während des Alarmzustandes geltende Beschluss ist auch Teil der Gesetzgebung der „Neuen Normalität“. Dies hat nun selbst das einzige spanische Kreuzfahrtunternehmen zu Fall gebracht, Pullmantur Cruceros, mit den 3 Schiffen Sovereign, Horizon und Monarch musste Insolvenz anmelden.

Der IWF sieht Spanien vor dem größten Absturz des Bruttoinlandsprodukts in der jüngeren Geschichte, es werde um 12,8 Prozent bergab gehen. In Deutschland wird ein Rückgang von 7,8 Prozent, in den USA von 8 Prozent erwartet.

Währenddessen hat man ein Hilfspaket in Höhe von 4,26 Milliarden Euro für die heftig gebeutelte Tourismusbranche des Landes beschlossen. Allein 2,5 Milliarden seien für Bürgschaften vorgesehen, erklärte Pedro Sánchez. Mit 850 Millionen wolle man die Nachhaltigkeit und die Digitalisierung des für Spanien lebenswichtigen Sektors fördern. Außerdem werde man unter anderem Marketingkampagnen finanzieren. Wieviele kleine Unternehmen und Restaurants etc. etwas abbekommen werden, steht aber wohl eher in den Sternen. „Wir sind nun davon überzeugt, dass wir vereint die wirtschaftliche Erholung angehen werden. Spanien wird weiterhin den internationalen Tourismus anführen.“

So hat man zb. Rafel Nadal der mit seinem funkelnagelneuen Katamaran „Great White“ vor Mallorca kreuzt dazu bewegen können für den Tourismus zu werben.

Felipe eilt zur Rettung des Ballermanns.

Auch der Echte König von Spanien, Felipe und seine Königin Letizia haben zum ersten mal überhaupt den Ballermann besucht. Im entspannten Sommerlook spazierten sie am Strand entlang und wurden natürlich auch von spanischen Strandbesuchern entdeckt und frenetisch bejubelt.

Auch am Strand geht es mehr als entspannt zu, dank Betretungssensoren

Selbst am immer vollen Strand von Benidorm an der Costa Blanca, wo normalerweise scharen von Englischen Urlaubern sich tummeln, ist dieses Jahr alles anders.

Die Strände werden jede Nacht desinfiziert ( wir berichteten über die Desinfektionsmassnahmen in Spanien ).

An der Playa Ciutat Jardí auf Mallorca gibt es nun Betretungssensoren. Man kann jetzt ganz genau messen, wie viele Badegäste am Strand sind. Die Sensoren schlagen Alarm, wenn zu viele Badegäste am Strand sind und im Notfall müsste man den Strand dann auch sperren. So sollen auch an anderen Stränden Mallorcas bald solche Sensoren installiert werden.

Der Datenschutz spielt keine Rolle

Diskotheken und Nachtlokale in Galizien eröffnen wieder, allerdings mit Einschränkungen, so werden Kunden verpflichtet, bei Besuchen in einem Lokal ihre Telefonnummer zu hinterlassen.

Am Strand in Benidorm, wo eine Reservierung nötig ist, zum Glück kostenfrei, wird zudem die volle Identität des Strand Besuchers erfasst.

Im Namen der Tourismusbranche bedanken wir uns für die Tollen Maßnahmen.


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