Spanien und die Türkei werden heute in Madrid ihre wirtschaftlichen Beziehungen und den Handel in der Verteidigungsindustrie intensivieren

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Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan werden am Donnerstag das achte bilaterale Gipfeltreffen zwischen Spanien und der Türkei im Moncloa-Palast abhalten, um ihre wirtschaftlichen und handelspolitischen Beziehungen zu vertiefen. Die Delegation, die Erdogan begleitet, umfasst neben sechs Ministern auch 150 türkische Unternehmen, von denen viele ein ausgeprägtes Interesse an Sicherheits- und Verteidigungsabkommen mit Spanien haben.

Das letzte bilaterale Treffen fand 2021 in Ankara statt und zielte darauf ab, die Beziehung als umfassende Partnerschaft zu festigen. Dies soll auch beim Gipfel in Madrid weiterentwickelt werden, mit dem Ziel, ein bilaterales Handelsvolumen von 25 Milliarden Euro zu erreichen, 5 Milliarden mehr als aktuell. Zudem sind dreizehn Kooperationsvereinbarungen in Bereichen wie Handel, Energie, Umwelt, wissenschaftliche Forschung, Berufsausbildung, öffentliche Verwaltung und Anerkennung von Seefahrtsqualifikationen geplant.

Die Bedeutung dieses Besuchs in Spanien, der für Erdogan bereits am Mittwoch mit einem Empfang durch König Felipe VI. im Zarzuela-Palast begann, spiegelt sich in den hochrangigen Delegationen wider, die die Präsidenten begleiten. An dem Treffen nehmen 14 Minister teil, sechs aus Erdogans und acht aus Sánchez’ Kabinett, einschließlich der zweiten und dritten Vizepräsidentinnen, Yolanda Díaz und Teresa Ribera.

Die Agenda der beiden Präsidenten startet am Donnerstagmorgen mit einem Wirtschaftsforum bei BBVA, dem Eigentümer von Garanti, einer der führenden Banken der Türkei. Spanische Geschäftsleute und eine 200-köpfige türkische Delegation, die rund 150 Unternehmen repräsentieren, werden daran teilnehmen.

Parallel dazu wird ein Treffen des Verteidigungsministers stattfinden, um Themen wie Infrastruktur, Mobilität, Energie, Industrie und Versicherungen zu diskutieren. Mehrere türkische Firmen haben Interesse bekundet, Verbindungen und Kooperationen mit Spanien in diesem Sektor zu etablieren.

In Moncloa wird daran erinnert, dass zwischen der Türkei und Spanien bereits enge Beziehungen im Bereich Sicherheit und Verteidigung bestehen, wie die Bestellung eines Flugzeugträgers bei Navantia zeigt. Derzeit finden Gespräche statt, um möglicherweise ein zweites Schiff dieses Typs zu bauen, ein Thema, das an diesem Tag weiter vertieft werden könnte.

Bild: Moncloa/Fernando Calvo


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