Der große Spanien-Überlebensguide

Die Unwetterlage an Spaniens Mittelmeerküste spitzt sich dramatisch zu. In Teilen der Region La Marina Alta in der Provinz Alicante wurden durch die DANA Adam bereits bis zu 700 Liter Regen pro Quadratmeter registriert. Schwere Überschwemmungen, überlaufende Flüsse und unpassierbare Straßen haben zahlreiche Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten. Die Regionalregierung der Valencianischen Gemeinschaft bereitet nun eine verbindliche Anordnung vor, mit der die Bevölkerung in besonders betroffenen Gebieten zum Verbleib in ihren Häusern verpflichtet werden soll.

Die Behörden sprechen von einer außergewöhnlichen Notlage. Besonders betroffen sind die südlichen Küstengebiete der Provinz Valencia und der Norden der Provinz Alicante. In mehreren Gemeinden stehen Straßen unter Wasser, während zahlreiche Menschen auf Hilfe warten.

Der valencianische Minister für Notfälle und Inneres, Juan Carlos Valderrama, erklärte am Montagmorgen, dass viele Menschen eingeschlossen seien. Selbst Lastwagen könnten bestimmte Gebiete wegen der massiven Überflutungen nicht mehr erreichen.

Behörden bereiten Ausgangsbeschränkungen vor

Die Generalitat Valenciana arbeitet angesichts der gefährlichen Situation an einer verbindlichen Anordnung für die besonders betroffenen Küstenregionen.

Betroffen sind insbesondere die Gebiete La Safor in der Provinz Valencia und La Marina Alta in Alicante.

Bereits am Montagmorgen wurde über das spanische Warnsystem ES-Alert eine entsprechende Nachricht an die Bevölkerung verschickt. Darin forderten die Behörden die Menschen auf, ihre Häuser nicht zu verlassen und sämtliche unnötigen Fahrten zu unterlassen.

Valderrama machte deutlich, dass die Situation keinen Spielraum für unnötige Bewegungen lasse.

„Menschen dürfen sich nicht bewegen, es gibt keinen Grund, sich zu bewegen. Sie müssen jederzeit die Empfehlungen der Notfalldienste befolgen“, erklärte der Minister gegenüber Medienvertretern im Notfallkoordinationszentrum.

Die angekündigte Anordnung würde die bereits ausgesprochenen Warnungen durch verbindliche Vorgaben ergänzen.

Pego, Oliva und weitere Gemeinden schwer betroffen

Besonders kritisch ist die Situation in mehreren Gemeinden entlang der Grenze zwischen den Provinzen Valencia und Alicante.

Die Behörden nannten ausdrücklich Pego, Oliva, Piles, Miramar und Els Poblets als Orte, in denen anhaltende Starkregenfälle erhebliche Überschwemmungen verursacht haben.

Die außergewöhnlichen Niederschlagsmengen haben Wasserläufe anschwellen und über die Ufer treten lassen. Gleichzeitig sammeln sich enorme Wassermassen in Straßen und tiefer gelegenen Gebieten.

In Teilen von La Marina Alta wurden bereits Niederschlagsmengen von bis zu 700 Litern pro Quadratmeter gemessen. Das entspricht 700 Millimetern Regen beziehungsweise einer rechnerischen Wassersäule von 70 Zentimetern auf einer ebenen Fläche, bevor Abfluss oder Versickerung berücksichtigt werden.

Die Wassermassen stellen die Einsatzkräfte vor erhebliche Schwierigkeiten. Straßenverbindungen sind unterbrochen, und überflutete Zufahrten erschweren Rettungsmaßnahmen.

„Viele Menschen warten auf ihre Rettung“

Auch die spanische Regierungsdelegierte in der Valencianischen Gemeinschaft, Pilar Bernabé, schilderte die Lage als äußerst angespannt.

Sie bezeichnete die Situation als „sehr kompliziert“ und verwies auf zahlreiche Bereiche, die für Rettungskräfte nur schwer oder überhaupt nicht erreichbar seien.

Besonders besorgniserregend ist ihre Aussage, dass viele Menschen derzeit auf ihre Rettung warten.

Die Einsatzkräfte müssen unter schwierigen Bedingungen versuchen, eingeschlossene Personen zu erreichen. Gleichzeitig sorgen die anhaltenden Regenfälle dafür, dass sich die Lage in bereits überschwemmten Gebieten weiter verschärfen kann.

Bernabé appellierte deshalb eindringlich an die Bevölkerung, die Anweisungen der Behörden zu befolgen und in den betroffenen Gebieten zu Hause zu bleiben.

Behörden warnen vor Fahrten zwischen Valencia und Alicante

Die Notfallbehörden richten ihre Warnungen ausdrücklich auch an Autofahrer.

Valderrama forderte die Bevölkerung auf, die südliche Küstenregion Valencias und den Norden Alicantes nicht zu durchqueren.

Die Gefahr beschränkt sich dabei nicht auf einzelne überflutete Straßen. Überlaufende Flüsse, starke Wasserströmungen und unpassierbare Verkehrsverbindungen machen Fahrten in den betroffenen Regionen besonders riskant.

Die Behörden wollen deshalb verhindern, dass zusätzliche Menschen in Gefahr geraten und Rettungskräfte durch vermeidbare Notfälle weiter belastet werden.

DANA Adam bringt die Region in eine Ausnahmesituation

Die außergewöhnlichen Regenmengen der DANA Adam haben die Valencianische Gemeinschaft in eine schwere Unwetterlage versetzt.

Während in La Marina Alta Niederschlagsmengen von bis zu 700 Litern pro Quadratmeter registriert wurden, kämpfen mehrere Gemeinden in La Safor und im Norden Alicantes mit massiven Überschwemmungen.

Die Kombination aus überlaufenden Wasserläufen, abgeschnittenen Verkehrsverbindungen und eingeschlossenen Einwohnern hat die Regionalregierung dazu veranlasst, über die bisherigen Warnmaßnahmen hinauszugehen.

Für die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten gilt die dringende Aufforderung, zu Hause zu bleiben, unnötige Fahrten zu vermeiden und die Anweisungen der Rettungsdienste konsequent zu befolgen.

Bei unmittelbar drohender Überflutung sollten Betroffene höher gelegene, sichere Bereiche aufsuchen und keinesfalls versuchen, überflutete Straßen oder Unterführungen zu durchqueren. In akuten Notfällen gilt in Spanien die Notrufnummer 112.

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