Spanien steht am Montag, dem 19. Oktober 2026, ein weiterer unbeständiger Herbsttag bevor. Das Unwettertief DANA Adam beeinflusst weiterhin große Teile der Iberischen Halbinsel und der Balearen. Besonders an der Mittelmeerküste drohen kräftige Niederschläge, Gewitter und örtliche Überschwemmungen. Nach den bereits erheblichen Regenmengen des Wochenendes bleibt die Situation in mehreren Regionen angespannt.
Während im Osten und Südosten Spaniens weiterhin mit intensiven Regenfällen gerechnet werden muss, sind im Nordwesten überwiegend ruhigere Wetterbedingungen zu erwarten. Die Temperaturen bewegen sich vielerorts auf einem für Oktober typischen Niveau.
Valencia, Alicante und Murcia: Weiterhin hohe Unwettergefahr
Besonders aufmerksam müssen die Menschen in der Valencianischen Gemeinschaft und der Region Murcia bleiben. Im Süden der Provinz Valencia und im Norden der Provinz Alicante besteht weiterhin die Gefahr heftiger und länger anhaltender Niederschläge.
Die Küstenregionen rund um Gandia, Dénia und Xàbia gehören zu den Gebieten, in denen bereits am Wochenende erhebliche Regenmengen gefallen sind. Weitere kräftige Niederschläge können dort die Hochwassergefahr verschärfen.
Auch an der Küste Murcias sind starke Schauer und Gewitter möglich. Da die Böden vielerorts bereits stark durchnässt sind, können zusätzliche Regenfälle rasch zu Überschwemmungen führen.
Balearen: Ibiza, Formentera und Mallorca im Fokus
Auf den Balearen bleibt das Wetter ebenfalls ausgesprochen unbeständig. Besonders Ibiza und Formentera müssen weiterhin mit kräftigen Regenfällen und Gewittern rechnen.
Im Laufe des Montags können intensive Niederschläge auch Mallorca erfassen. Lokal sind erhebliche Regenmengen innerhalb kurzer Zeit möglich.
Zusätzlich können starke Windböen und hoher Wellengang an den Küsten auftreten. Besonders gefährdet sind tiefer gelegene Gebiete, Unterführungen und Straßen in der Nähe von Wasserläufen.
Katalonien: Weitere Schauer und Gewitter möglich
Auch im Nordosten Spaniens ist am Montag noch keine vollständige Wetterberuhigung zu erwarten. In Katalonien können sich erneut Schauer und örtliche Gewitter entwickeln.
Besonders die Küstengebiete und angrenzenden Landstriche sollten die Niederschlagsentwicklung aufmerksam verfolgen. Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage können weitere Niederschläge örtliche Hochwasserprobleme verstärken.
Andalusien: Wechselhaft mit regionalen Regenfällen
Im Süden Spaniens bleibt das Wetter gebietsweise wechselhaft. Vor allem an Teilen der Mittelmeerküste Andalusiens sind weitere Schauer möglich.
Nach den heftigen Niederschlägen vom Wochenende ist insbesondere in bereits betroffenen Gebieten Vorsicht geboten. Zwischen den Regengebieten können sich aber auch trockenere Abschnitte einstellen.
Madrid und Zentralspanien: Kühleres Herbstwetter
Im Zentrum der Iberischen Halbinsel setzt sich das herbstliche Wetter fort. In Madrid und den umliegenden Regionen wechseln sich Wolken und zeitweise trockenere Abschnitte ab.
Einzelne Regenschauer sind möglich. Gegenüber der ungewöhnlich warmen Witterung der vergangenen Woche haben sich die Temperaturen spürbar normalisiert.
In höher gelegenen Gebieten können die Nächte deutlich kühler ausfallen.
Nord- und Westspanien: Weniger Niederschläge
Im Nordwesten Spaniens gestaltet sich das Wetter insgesamt ruhiger. Besonders in Galicien sind längere trockene Abschnitte möglich.
An der kantabrischen Küste kann es zeitweise stärker bewölkt sein. Örtliche schwache Niederschläge sind möglich, die kräftigsten Regengebiete konzentrieren sich jedoch auf andere Teile des Landes.
Auch im Westen Spaniens sind die Wetterbedingungen vielerorts weniger turbulent als an der Mittelmeerküste.
Kanarische Inseln: Abseits des Mittelmeer-Unwetters
Die Kanarischen Inseln liegen außerhalb des Hauptbereichs der DANA-bedingten Starkregenlage am spanischen Mittelmeer.
Die Wetterentwicklung wird dort vor allem von den regionalen Atlantikbedingungen bestimmt. Die heftigen Niederschläge, die für die östlichen Festlandsregionen und die Balearen erwartet werden, sind nicht auf die Kanaren übertragbar.
Temperaturen: Herbst statt Spätsommer
Nach den ungewöhnlich hohen Temperaturen der vergangenen Woche zeigt sich Spanien wieder deutlich herbstlicher.
Besonders im östlichen Festland und in höher gelegenen Gebieten sind die Temperaturen zurückgegangen. Während es in den Küstenregionen teilweise noch vergleichsweise mild bleibt, fallen die Nächte im Binnenland deutlich frischer aus.
Der Temperaturunterschied zwischen den Regionen bleibt spürbar, wobei Bewölkung und Niederschläge das Tagesmaximum örtlich begrenzen.
Wetterwarnungen: Überschwemmungen bleiben die größte Gefahr
Die größte Gefahr geht am Montag weiterhin von starken und länger anhaltenden Regenfällen aus. Besonders an der östlichen Mittelmeerküste und auf den Balearen können örtlich sehr große Niederschlagsmengen zusammenkommen.
Im Verlauf des gesamten Unwetterereignisses sind in besonders stark betroffenen Gebieten Regenmengen von 150 bis 300 Litern pro Quadratmeter möglich, lokal auch darüber. Dabei handelt es sich um mögliche Ereignissummen, nicht um eine flächendeckende Tagesprognose für Montag.
Anwohner und Urlauber sollten unnötige Fahrten in betroffenen Gebieten vermeiden, überflutete Straßen keinesfalls durchqueren und Abstand zu Flussbetten, Barrancos und anderen normalerweise trockenen Wasserläufen halten.
Die konkreten Warnstufen können sich durch die kurzfristige Entwicklung der DANA verändern.
Ausblick: Ab Dienstag allmähliche Wetterberuhigung
Für Dienstag, den 20. Oktober, zeichnet sich eine allmähliche Abschwächung der Unwetterlage ab. Die starken Niederschläge dürften in mehreren betroffenen Regionen nachlassen.
Einzelne kräftige Schauer entlang der Mittelmeerküste bleiben jedoch möglich. Eine vollständige Stabilisierung ist daher noch nicht überall zu erwarten.
Die weitere Entwicklung hängt davon ab, wie sich die DANA in den kommenden Stunden verlagert.














