Der große Spanien-Überlebensguide

Heftige Regenfälle, Gewitter und Überschwemmungsgefahr im Osten Spaniens

Der Wandel der Wetterlage hat Spanien fest im Griff. Ein Trog, der sich derzeit von West nach Ost über die Iberische Halbinsel bewegt, destabilisiert die Atmosphäre und bringt starke Niederschläge im Kantabrischen Raum sowie heftige Gewitter im östlichen Drittel des Landes.
Diese Unwetter-Episode, die durch die DANA „Alice“ ausgelöst wird, wird sich nach Angaben der staatlichen Wetteragentur AEMET bis zum Wochenende fortsetzen. Ursache sind östliche Strömungen und kalte Höhenluft, die in Form eines sogenannten retrograden Trogs für massive Wetterinstabilität sorgen.

Erste orangefarbene Warnungen treten heute in Kraft

Die AEMET hat ihre Warnungen vor gefährlichen Wetterphänomenen auf 12 Provinzen ausgeweitet. Heute werden erstmals orangefarbene Warnstufen aktiviert – ein Zeichen für akute Unwettergefahr.

Ab 14 Uhr gilt die gelbe Warnung im Zentralsystem von Ávila und Segovia, wo bis zu 15 l/m² Regen pro Stunde fallen können. In Aragón (Provinz Teruel) und Albacete werden ab dem Nachmittag starke Gewitter mit Hagel erwartet. Auch in Almería, Villa de Almanza, Los Vélez und im Nordwesten der Region Murcia drohen heftige Regenfälle mit Sturm- und Hagelgefahr.

Besonders kritisch ist die Lage in Kastilien-La Mancha, wo ab 17 Uhr orangefarbene Warnstufen in der Serranía de Cuenca und in La Mancha (Cuenca) aktiviert werden. Dort könnten über 30 l/m² Regen pro Stunde fallen – begleitet von Hagel und starken Windböen.

60 bis 100 l/m² Regen im Mittelmeerraum möglich

Die AEMET erwartet in mehreren Gebieten des östlichen Mittelmeerraums außergewöhnlich hohe Niederschlagsmengen.
In Valencia, Alicante, Castellón und Murcia können sich innerhalb von 12 Stunden über 60 l/m² ansammeln, lokal sogar 100 l/m².
Am Donnerstag wird mit einer Verschärfung der Lage gerechnet – insbesondere an der Südküste Valencias, in der Provinz Alicante sowie auf den Balearen-Inseln Ibiza und Formentera, wo die orangefarbene Warnstufe bereits in den frühen Morgenstunden aktiviert wird.

Dort drohen plötzliche Überschwemmungen, da sich in nur einer Stunde mehr als 40 l/m² ansammeln können. In den übrigen Regionen bleiben die Warnungen zunächst gelb, werden jedoch im Tagesverlauf je nach Entwicklung angepasst.

Auch Barcelona und Teile Andalusiens sind betroffen, wo sich laut Prognosen 20 l/m² pro Stunde mit Hagelbildung und Sturmgefahr summieren könnten.

AEMET ruft zu höchster Vorsicht auf

Angesichts der potenziell gefährlichen Wetterlage warnt die AEMET die Bevölkerung ausdrücklich davor, Warnmeldungen und Empfehlungen des Katastrophenschutzes zu ignorieren.
Die Kombination aus starken Regenfällen, Hagel und Windböen kann lokal zu erheblichen Schäden führen.

Die Meteorologen betonen, dass es sich um eine komplexe und langanhaltende Episode handelt, die bis zum Ende der Woche anhaltende Niederschläge und mögliche Sturzfluten im Mittelmeerraum verursachen könnte.

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