Nach den außergewöhnlich heftigen Regenfällen der vergangenen Tage zeichnet sich für Spanien am Dienstag, dem 20. Oktober 2026, eine deutliche Entspannung der Wetterlage ab. Die DANA „Adam“, die insbesondere an der Mittelmeerküste schwere Überschwemmungen ausgelöst hat, verliert zunehmend an Einfluss. Allerdings bedeutet das Ende der stärksten Niederschläge noch längst keine vollständige Entwarnung.
Vor allem in der Valencianischen Gemeinschaft, in Katalonien und auf den Balearen bleibt die Situation angespannt. Viele Böden sind vollständig mit Wasser gesättigt, Flüsse und kleinere Wasserläufe führen große Wassermengen. Selbst nach dem Ende des Regens können Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen weiterhin auftreten.
Mittelmeerküste: Regen lässt nach, Folgen bleiben
In den Provinzen Valencia und Alicante dürfte sich das Wetter am Dienstag deutlich beruhigen. Nach den extremen Niederschlägen vom Wochenende und Montag nimmt die Regenwahrscheinlichkeit ab. Im Tagesverlauf sind längere trockene Abschnitte und örtlich Auflockerungen möglich.
Besonders schwer getroffen wurden zuvor die Regionen La Safor und Marina Alta. Dort haben außergewöhnliche Regenmengen für überflutete Straßen, vollgelaufene Gebäude und gefährliche Situationen an Flüssen und Schluchten gesorgt.
Trotz der erwarteten Wetterbesserung sollten Bewohner und Urlauber weiterhin Vorsicht walten lassen. Überflutete Straßen, gesperrte Unterführungen und Wasserläufe können auch bei Sonnenschein gefährlich bleiben.
Katalonien: Noch einmal kräftiger Regen möglich
Im Nordosten Spaniens dauert die instabile Wetterlage zunächst noch an. Besonders in den Provinzen Barcelona und Girona können in der Nacht zum Dienstag und während der frühen Morgenstunden weitere kräftige Schauer und Gewitter auftreten.
Im weiteren Tagesverlauf schwächen sich die Niederschläge voraussichtlich deutlich ab. Am Nachmittag bleibt es in weiten Teilen Kataloniens trocken. Einzelne Schauer sind im Norden der Region weiterhin möglich.
Mallorca, Ibiza und Menorca: Wetterbesserung ab Mittag
Auch auf den Balearen geht die außergewöhnliche Unwetterphase langsam zu Ende.
Auf Mallorca, Ibiza und Formentera sind am Vormittag noch Schauer möglich. Im Laufe des Tages setzt sich zunehmend ruhigeres Wetter durch. Die Wolkendecke kann auflockern, und vielerorts bleibt es am Nachmittag trocken.
Auf Menorca besteht noch etwas länger die Möglichkeit vereinzelter Niederschläge.
Nach den schweren Regenfällen sollten insbesondere tiefer gelegene Gebiete, Unterführungen und Straßen in der Nähe von Sturzbächen weiterhin mit Vorsicht befahren werden.
Madrid und Zentralspanien: Freundlicher und herbstlich
In Madrid und weiten Teilen Zentralspaniens präsentiert sich das Wetter am Dienstag vergleichsweise ruhig. Nach örtlichen morgendlichen Wolkenfeldern kann sich zunehmend die Sonne zeigen.
Die Temperaturen steigen tagsüber teilweise wieder etwas an. In den frühen Morgenstunden bleibt es allerdings herbstlich frisch, besonders in höheren Lagen und im Landesinneren.
Andalusien: Mehr Sonne und angenehmere Temperaturen
In Andalusien lässt die Unwettergefahr ebenfalls nach. Besonders in Sevilla, Córdoba und im Landesinneren sind längere freundliche Abschnitte möglich.
Auch an der Costa del Sol beruhigt sich die Lage nach den zuvor teilweise kräftigen Regenfällen.
Die Höchsttemperaturen können in Teilen Südspaniens wieder Werte um 25 Grad erreichen. Damit gehört Andalusien am Dienstag zu den wärmeren Regionen des Landes.
Nordspanien: Wechselhaft und windig
In Galicien, Asturien, Kantabrien und im Baskenland zeigt sich ein wechselhaftes Herbstwetter mit Wolken, Auflockerungen und regional auffrischendem Wind.
Größere Niederschlagsmengen werden zunächst nicht flächendeckend erwartet. In höheren Gebirgslagen sind am Morgen örtlich leichte Frostwerte möglich.
Kanarische Inseln: Neue Schauer im Westen
Während sich die Wetterlage auf dem spanischen Festland beruhigt, nimmt die Instabilität auf den Kanarischen Inseln zu.
Besonders El Hierro und La Palma müssen am Dienstag mit Regen rechnen. Auf El Hierro sind örtlich kräftige Schauer möglich, auch auf La Palma können einzelne Niederschläge intensiver ausfallen.
Auf Teneriffa und den übrigen Inseln hängt die Regenwahrscheinlichkeit stark von der jeweiligen Lage und dem Relief ab.
Wetterwarnungen: Noch keine vollständige Entwarnung
Auch wenn die DANA Adam an Kraft verliert, bleibt die Lage in den zuvor überschwemmten Gebieten gefährlich. Besonders in der Nacht zum Dienstag sind im Nordosten Spaniens noch kräftige Niederschläge möglich.
Die tatsächliche Hochwassergefahr hängt nicht allein vom aktuellen Regen ab, sondern auch von den bereits gefallenen Wassermengen. In einzelnen Regionen kann es deshalb noch zu Straßensperrungen, überlaufenden Wasserläufen und Einschränkungen im Verkehr kommen.
Konkrete amtliche Warnstufen für Dienstag sind in dieser Übersicht nicht abschließend bestätigt.
Ausblick: Ab Mittwoch deutlich ruhiger
Am Mittwoch, dem 21. Oktober, dürfte sich das Wetter in großen Teilen Spaniens weiter stabilisieren.
Regen wird dann vor allem noch in Galicien, an der kantabrischen Küste, im nordöstlichen Katalonien sowie auf den gebirgigeren Kanarischen Inseln erwartet.
In vielen anderen Regionen setzt sich typisches Oktoberwetter mit kühlen Morgenstunden, zeitweiligem Sonnenschein und regional mäßigem Wind durch.
Zum Wochenende zeichnet sich für weite Teile Spaniens eine überwiegend ruhige Wetterphase ab.
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