Das kommende Wochenende in Spanien steht ganz im Zeichen meteorologischer Umbrüche. Eine negative Phase der Nordatlantischen Oszillation (NAO) sorgt zunächst für unbeständiges Wetter, bevor sich ab Sonntag eine deutliche Beruhigung einstellt – ein „meteorologischer Waffenstillstand“, wie es Wetterexperten nennen.
Regen und Wind zum Start ins Wochenende
Der Freitag beginnt mit dichten Wolken über weiten Teilen der Iberischen Halbinsel. Besonders betroffen sind Galicien, der Westen Kastiliens und Leóns sowie Gebiete nahe Portugal, wo atlantische Fronten für wiederholte, teils kräftige Schauer sorgen.
Die Temperaturen liegen zwischen 11 °C und 17 °C, begleitet von kräftigem Südwestwind, der vor allem in Berg- und Küstenregionen spürbar ist.
Diese Wetterlage ist typisch für eine negative NAO-Phase, die laut Meteored den Zustrom feuchter Luftmassen aus dem Atlantik begünstigt.
Samstag: Übergang zu stabilerem Wetter
Am Samstag zieht die Front langsam ab. Zwar können im Nordwesten noch vereinzelte Regenfälle auftreten, doch im Osten und Südosten öffnet sich der Himmel zunehmend. Es dominieren wechselnde Bewölkung und sonnige Abschnitte, während die Temperaturen mit 17 bis 18 °C stabil bleiben.
Der Wind schwächt sich ab, bleibt jedoch in den kantabrischen Küstenregionen sowie in den Berggebieten spürbar. Auf den Kanarischen Inseln zeigt sich der Himmel teils bewölkt, der Wind dreht dort von Südwest auf Nordwest.
Sonntag: Der meteorologische Wendepunkt
Der Sonntag markiert laut AEMET und Meteored den Übergang zu stabilerem Wetter. Der NAO-Index bewegt sich aus seiner negativen Phase heraus – das Azorenhoch gewinnt an Stärke, während sich die Sturmbahnen nach Norden verlagern.
Im hohen Norden bleibt es wechselhaft mit einzelnen Schauern, insbesondere in Galicien und am kantabrischen Meer. Im übrigen Spanien setzt sich jedoch freundlicheres Wetter durch – mit klaren oder nur leicht bewölkten Abschnitten.
Die Tiefstwerte fallen deutlich: In Kastilien und León kann das Thermometer nahe 0 °C erreichen, in den Pyrenäen ist leichter Frost möglich. Der Wind weht meist leicht aus Nordwest, im Ebro-Tal jedoch etwas kräftiger.
Ausblick: Stabiler Start in den November
Ab Montag etabliert sich das Azorenhoch über der Iberischen Halbinsel. Der Luftdruck steigt, die Temperaturen erholen sich tagsüber leicht, bleiben aber in den Nächten frisch mit Werten unter 10 °C im Landesinneren.
Diese Entwicklung kündigt eine typisch herbstliche Witterung an: Nebel am Morgen, milde Mittagsstunden und eine ruhige Atmosphäre – der Vorbote des „Sommers von San Martín“, der traditionell Mitte November mit mildem Wetter überrascht.











