Weltraum-Alarm: Der unkontrollierte Eintritt einer chinesischen Rakete in die Atmosphäre erzwingt die Schließung eines Teils des spanischen Luftraums

Der Zivilschutz hat angekündigt, dass der Flugverkehr im katalanischen Luftraum an diesem Freitagmorgen wegen des Durchgangs eines Weltraumobjekts für 40 Minuten „total“ eingeschränkt wird.

China hatte am Freitagmorgen einen weltweiten Alarm ausgelöst, nachdem ein Teil einer Rakete seines Raumfahrtprogramms außer Kontrolle geraten war. Das Raketenmodul wiegt 20 Tonnen, durch das Eintreten in die Atmosphäre wird zwar ein Großteil davon zu Weltraumschrott verglühen, aus Sicherheitsgründen musste der Luftverkehr dennoch gesperrt werden, da Teile davon sonst auf Flugzeuge fallen könnten.

CZ-5B ist der Code, unter dem die Überreste der chinesischen  Rakete Long March 5B bekannt sind, die am 31. Oktober vom Wenchang Space Launch Center (Hainan) gestartet wurde.

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Ebenso hat der Zivilschutz mitgeteilt, dass die Flughäfen und zuständigen Stellen über diese Maßnahme informiert wurden. Neben den katalanischen Flughäfen ist auch der Flughafen von Ibiza betroffen, sowie die von Aragón, Navarra, dem Baskenland, La Rioja und Castilla y León.

Es ist das dritte Mal in zwei Jahren, dass die chinesischen Weltraumbehörden diese globale Gefahr erzeugen, die die NASA bei anderen Gelegenheiten als unverantwortlich bezeichnet hat. Der jüngste Fall ereignete sich im Juli, nachdem die Rakete das Wentian-Modul nach Tiangong gebracht hatte.

Nach offiziellen Angaben aus Peking sind die Überbleibsel des 22,5 Tonnen schweren Raketenkörpers anschließend in der Nähe der Philippinen ins Meer gefallen. Der “größte Teil” der Raketenstufe sei beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht, berichtete das chinesische Raumfahrtprogramm nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Update 11:23 : Die chinesische Rakete rückt weiter rund um den Globus vor und steuert nun Florida (USA) an. Der Flugverkehr in Spanien wurde wieder aufgenommen.

Update 11:13 : Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat heute früh einen Bericht herausgegeben, in dem sie mitteilt, dass der Flug der chinesischen Rakete durch die Atmosphäre den Luftraum Südeuropas von Portugal bis Zypern beeinträchtigen könnte. Konkret weist das Dokument darauf hin, dass Santa Maria und Lissabon (Portugal), die Kanarischen Inseln, Madrid und Barcelona (Spanien), Marseille (Frankreich), Rom und Brindisi (Italien), Athen (Griechenland) und Nikosia (Zypern) betroffen sein könnten.


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