Die Iberische Halbinsel erlebt an diesem Sonntag eine ausgeprägte Wetterinstabilität. Verantwortlich ist der Sturm Francis, der sich zwischen der Straße von Gibraltar und dem westlichen Alborán-Meer positioniert hat. Besonders der Süden Spaniens steht im Fokus der Wetterwarnungen: Starke Regenfälle, Schneefall in tieferen Lagen sowie ein deutlicher Temperaturrückgang prägen die aktuelle Lage in Spanien.
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Neun autonome Gemeinschaften unter Wetterwarnung
Nach Angaben der Staatliche Meteorologische Behörde (Aemet) sind derzeit bis zu neun autonome Gemeinschaften von Warnungen wegen Regen, Schnee oder Wind betroffen. Dazu zählen:
- Andalusien
- Aragón
- Castilla-La Mancha
- Castilla y León
- Katalonien
- Gemeinschaft Madrid
- Valencia
- Galicien
- La Rioja
Zusätzlich wurde auch in Ceuta eine offizielle Regenwarnung aktiviert. Die stärksten Niederschläge werden laut Aemet im Süden erwartet – lokal könnten mehr als 80 Liter pro Quadratmeter fallen.
Rote Warnstufe in Málaga: ES-Alert an die Bevölkerung gesendet
Besonders kritisch ist die Lage in der Provinz Málaga. Für die Regionen Costa del Sol und Guadalhorce wurde die rote Warnstufe wegen extremen Starkregens ausgelöst. Am Sonntag um 14:42 Uhr erhielten alle Bürger eine ES-Alert-Warnmeldung auf ihre Mobiltelefone.
Die Prognose ist alarmierend:
Bis zu 120 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 12 Stunden sind möglich – ein Wert, der von der Aemet als außergewöhnliche Gefahr eingestuft wird. Die Warnung gilt bis 23:59 Uhr, mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit zwischen 40 und 70 Prozent. Besonders die westliche Hälfte der Provinz Málaga steht im Zentrum der stärksten Niederschläge.
Schnee bis in tiefe Lagen – Verkehrsbehörden warnen Autofahrer
Neben dem Regen bringt Sturm Francis auch Schneefall in ungewöhnlich niedrigen Höhenlagen. Erwartet werden die größten Neuschneemengen:
- in den Kantabrischen Bergen
- im östlichen Bereich des Zentralsystems
- lokal auf dem nördlichen Plateau
In einigen Gebieten könnte die Schneefallgrenze auf 400 bis 500 Meter sinken, im Zentralsystem sogar auf etwa 800 Meter. Auch Teile des Iberischen Gebirges sowie die Pyrenäen von Huesca könnten unterhalb von 1.000 Metern Schnee abbekommen.
Die Generaldirektion für Verkehr (DGT) appelliert daher an Autofahrer, die am Sonntag von Wochenendreisen zurückkehren, möglichst früh am Morgen zu fahren und den Nachmittag zu meiden.
Deutlicher Temperatursturz und Frostgefahr
Begleitet wird das Unwetter von einem spürbaren Temperaturrückgang auf der gesamten Halbinsel sowie auf den Balearen. Besonders in den nördlichen Regionen und im Iberischen Hochland fallen die Höchstwerte deutlich. Zudem rechnet die Aemet mit leichten Frösten in weiten Teilen der Nordhälfte Spaniens sowie in den Gebirgsregionen des Südostens.
Fazit: Spanien erlebt einen gefährlichen Wettersonntag
Sturm Francis sorgt landesweit für eine angespannte Wetterlage. Vor allem in Andalusien und speziell in Málaga ist höchste Vorsicht geboten. Die Behörden rufen dazu auf, unnötige Wege zu vermeiden, Warnhinweise ernst zu nehmen und sich regelmäßig über die aktuelle Wetterentwicklung zu informieren.











