Der große Spanien-Überlebensguide

Rote Alarmstufe in Kantabrien und Baskenland

Die spanische Wetteragentur AEMET hat für Kantabrien und das Baskenland die rote Warnstufe wegen extremer Küstenphänomene ausgerufen. Der vom französischen Wetterdienst benannte Sturm Benjamin wird in den kommenden Stunden besonders heftige Winde, Regenfälle und Meeresstürme über das nördliche Drittel Spaniens bringen.

Wellen bis zu 16 Meter möglich

Nach Berechnungen des europäischen Wettermodells werden entlang der kantabrischen Küste Wellenhöhen von über 10 Metern erwartet. Lokal könnten Spitzenwerte zwischen 11 und 12 Metern, auf offener See sogar bis zu 16 Meter, erreicht werden.
Der Westwind wird durch eine explosive Tiefdruckentwicklung massiv verstärkt, mit Böen bis zu 100 km/h. Die kritischste Phase des Unwetters wird zwischen 8 Uhr und 23 Uhr erwartet – besonders in den Regionen San Vicente de la Barquera bis Laredo (Kantabrien) und Zierbena bis Hondarribia (Baskenland).

AEMET warnt vor lebensgefährlichen Bedingungen

Die AEMET stuft die Gefahr bei roten Warnungen als außergewöhnlich ein. Betroffen sind vor allem Promenaden, Strände, Häfen und andere exponierte Küstenabschnitte. Es drohen sehr schwere bis katastrophale Auswirkungen, insbesondere für Fischer und Menschen in Küstennähe.

Empfehlungen des Katastrophenschutzes

  • Küstenbereiche meiden: Keine Spaziergänge an Stränden, Klippen oder Promenaden – Wellen können Menschen und Fahrzeuge mitreißen.
  • Haus sichern: Fenster und Türen schließen, bewegliche Gegenstände (Blumentöpfe, Möbel, Boote) entfernen oder befestigen.
  • Fahrten vermeiden: Besonders in Küstennähe oder überfluteten Straßen.
  • Auf Warnungen achten: Offizielle Mitteilungen von AEMET und Katastrophenschutz regelmäßig prüfen.
  • Sichere Orte aufsuchen: Bei starkem Wind oder Regen nicht ins Freie gehen, insbesondere nicht in Gebirgsregionen oder engen Pässen.

Wie geht es nach dem Sturm weiter?

Nach dem Höhepunkt des Sturms am Donnerstag wird Freitag laut Prognosen ein kurzer Wetterberuhigungstag erwartet. Doch ab Samstagnachmittag kündigt sich der Einfluss polarer Luftmassen an. Diese könnten in höheren Lagen Schnee ab 1.500 Metern bringen und für einen temperaturbedingten Kälteeinbruch sorgen, der bis Mitte kommender Woche anhalten dürfte.

Newsletter abonnieren:

Dein Weg