Atlantikfronten bringen Andalusien heftige Niederschläge
Nach mehreren Wochen mit stabilem Wetter endet in Südspanien die Ruhephase. Ab Montag zieht eine Serie von Atlantikfronten über die Iberische Halbinsel hinweg. Diese werden durch feuchte Südwestwinde, die sogenannten Abregos, verstärkt – im Volksmund auch als Regenwinde bekannt. Besonders betroffen: Andalusien.
Huelva erwartet über 70 Liter Regen pro Quadratmeter
Das erste Regenband erreicht in der Nacht auf Dienstag den Südwesten Spaniens. Laut der spanischen Wetterbehörde AEMET werden die stärksten Regenfälle in der Provinz Huelva erwartet, wo bis zu 70 Liter pro Quadratmeter fallen können. Lokal sind noch höhere Werte möglich. In Sevilla und Córdoba rechnet man mit 50 bis 60 Litern/m² zwischen Dienstag und Donnerstag.
In Teilen Andalusiens mehr als 100 Liter pro Quadratmeter möglich
Huelva liegt in direkter Einwirkung der feuchten Winde vom Atlantik und wird daher besonders stark getroffen. Mehrtägiger Dauerregen, begleitet von Windböen und einzelnen Gewittern, ist wahrscheinlich.
Auch Sevilla bekommt die volle Wucht des Regensturms zu spüren: Bis zu 100 Liter/m² könnten sich in den Bergregionen ansammeln. In Córdoba werden die Regenfälle unregelmäßiger, konzentrieren sich aber vor allem auf die westlichen Landesteile und die Sierra Morena. Nach Osten hin lässt die Intensität allmählich nach.
Neue Fronten am Wochenende erwartet
Gegen Ende der Woche ist eine kurze Wetterberuhigung möglich, bevor am Samstag und Sonntag weitere Atlantikfronten erwartet werden. Diese bringen erneut Regen nach Andalusien und Extremadura – Regionen, in denen die Dürre der letzten Monate besonders stark spürbar war.
Regen auch in Extremadura, Galicien und am Zentralsystem
Während der Süden den Hauptteil des Regens abbekommt, werden auch Galicien, Extremadura und Gebiete rund um das Zentralsystem erhebliche Niederschlagsmengen verzeichnen. Im Mittelmeerraum hingegen bleiben die Fronten schwächer, vielerorts bleibt es dort trocken.
Hoffnung auf Entlastung für Spaniens Wasserdefizit
Die Niederschläge der letzten Oktoberwoche könnten entscheidend sein, um das Wasserdefizit in Teilen Spaniens zu lindern. Die Herbstmonate spielen eine zentrale Rolle, um die Wasserreserven vor dem Winter wieder aufzufüllen.
Temperaturen bleiben mild
Trotz der feuchten Atlantikluftmassen bleibt es in den kommenden Tagen vergleichsweise mild. Von einem Kälteeinbruch kann keine Rede sein – die Regenfälle bringen zwar nasse, aber keine kalte Luft mit sich. Nach dem trockenen Herbststart sind sie jedoch in vielen Regionen hochwillkommen.











