Spanien war im Sommer weltweit der größte Abnehmer von Russischem Flüssiggas

Spanien hat Moskau im Juli und August 750 Millionen Euro für das Gas aus ihren Methantankern und 1.500 Millionen seit Beginn der Invasion gezahlt.

Spanien ist seit Kriegsbeginn weltweit der drittgrößte Importeur von russischem Flüssigerdgas (LNG) nach Frankreich und Belgien, da Spanien vom 24. Februar bis zum 24. August mehr als 1.500 Millionen Euro bezahlt hat.

Ebenso haben sich die russischen Gaskäufe aus Spanien seit Ausbruch des Krieges verdoppelt, von 2.174 Gigawattstunden (GWh) auf 5.317 GWh, laut dem neuesten Enagas-Bulletin vom Juli.

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Im August und Juli, den beiden wichtigsten Sommermonaten, ist es jedoch Spanien, das den Einkauf anführt und sich als Hauptimporteur positioniert. In dieser Sparte zahlte Spanien rund 750 Millionen Euro an LNG-Käufen und liegt damit an der Spitze vor Ländern wie Frankreich, China, Belgien, Japan und Portugal.

„In diesen zwei Monaten war Spanien der weltweit größte Importeur von russischem LNG und zahlte rund 750 Millionen Euro. Die gasbefeuerte Stromerzeugung nahm in Spanien im Juli-August aufgrund der Hitzewelle und der Dürre, die den Energiebedarf erhöhten und die Stromerzeugung aus Wasserkraft beeinträchtigten, stark zu. 35 % des spanischen Stroms wurden in diesen Monaten mit Gas erzeugt. Deshalb ist es wichtig, die Stromerzeugung zu dekarbonisieren“, sagt Lauri Myllyvirta, leitender Analyst bei CREA.

Auf Seiten der Mitgliedstaaten waren die größten Importeure 2022 Deutschland mit 19 Milliarden Euro, die Niederlande (11,1 Milliarden), Italien (8,6 Milliarden), Polen (7,4 Milliarden) und Frankreich (5,5 Milliarden). Dicht gefolgt von Bulgarien (5,2 Milliarden Euro), Belgien (4,5 Milliarden) und Spanien (3,3 Milliarden).

Obwohl die Europäische Union weiterhin der Hauptimporteur fossiler Brennstoffe aus Russland ist, folgen darauf die 35.000 Millionen Euro, die im Jahr 2022 aus China gekauft wurden, die 11.000 Millionen aus der Türkei, die 7.000 Millionen Brennstoffeinkäufe Indiens und die 2.000 Millionen von Südkorea. Ebenso verzeichneten Indien, China, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten und die Türkei die größten Importzuwächse, hauptsächlich getrieben durch Importe von Rohöl und im Falle Chinas auch von Kohle.

Bild: Copyright: 3dgenerator


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