Spanien investiert 32 % weniger in Bildung als der Weltdurchschnitt

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Die Regierungen der Welt durchschnittlich 13,4 % ihrer Ausgaben in Bildung, eine Zahl, die in Regionen der Welt wie Südostasien (15,1 %) und Afrika südlich der Sahara (15 %) extrem ist. Inzwischen ist Spanien weit von diesen Werten entfernt und stellt 9,18 % seiner Staatsausgaben für diesen Zweck bereit, also 32 % weniger als der Weltdurchschnitt.

Nach Angaben der UNESCO-Institut für Statistik ist dieser Trend bei allen spanischen Regierungen seit einem Jahrzehnt konstant geblieben, mit nur leichtem Wachstum. Von den letzten zehn Jahren war 2017 mit Mariano Rajoy als Präsident das Jahr mit dem höchsten Anteil an staatlichen Investitionen für die Bildung, als er 9,75 % erreichte.

Die Daten dieser Organisation der Vereinten Nationen zeigen auch die Ausgaben für Bildung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes. Hier erreicht Spanien im Jahr 2021, dem letzten Jahr, für das Zahlen vorgelegt werden, 4,59 %. Um diesen Wert in einen Kontext zu setzen, muss zunächst gesagt werden, dass sich dieser Prozentsatz in den letzten zehn Jahren unter Regierungen unterschiedlicher Couleur kaum verändert hat. So beträgt die Differenz zwischen dem höchsten Wert (4,9 %, entsprechend 2020) und dem niedrigsten (4,18 %, entsprechend 2018) kaum sieben Zehntel.

Im Vergleich zu anderen Ländern unseres Umfelds liegt der Anteil Spaniens an den Bildungsinvestitionen im Verhältnis zum BIP etwas hinter dem von Frankreich (5,25 %) und Portugal (4,71 %), liegt aber leicht über dem von Deutschland (4,53 %) oder Italien (4,13 %). Natürlich ist der Anteil der Bildungsinvestitionen in den letzten zehn Jahren praktisch eingefroren worden: Im Jahr 2012 lag sie bei 4,47 % und im Jahr 2021 ist sie um etwas mehr als ein Zehntel auf 4,59 % gestiegen.

Anstieg der Ausgaben, aber immer noch unter OECD

Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass Spanien genauso viel für Bildung ausgibt wie vor zehn Jahren, zumindest nicht in absoluten Zahlen. Was passiert, ist, dass die Erhöhung der Investitionen in diesem Posten mit einem Anstieg der Ausgaben im Allgemeinen einherging, so dass sich die Prozentsätze kaum verändert haben. Auf diese Weise wachsen die Investitionen in Bildung nach Angaben des Finanzministeriums seit 2013 ununterbrochen.

Hier war der Dreijahreszeitraum 2021-2023 mit Pedro Sánchez als Ratspräsident besonders herausragend, ein Zeitraum, in dem der Haushalt um mehr als 70 % gestiegen ist. So liegt der Anteil des Postens “Bildung” am allgemeinen Staatshaushalt bei 1,4 %.

Es liegt jedoch noch ein langer Weg vor uns, und Spanien gibt auf allen Bildungsstufen 10.348 Euro pro Jahr und Vollzeitstudent aus, während der Durchschnitt der OECD-Länder bei 11.766 Euro liegt.

Bild: Copyright: uspmen


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