Spanien erlässt Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung

Lebensmittelverschwendung

Bei Verstößen sieht das neue „Gesetz gegen die Lebensmittelverschwendung“, das noch vom Parlament gebilligt werden muss, Geldstrafen zwischen 2000 und 60.000 Euro vor.

Jedes Jahr landen tonnenweise frisch gekochte Speisen, die auf dem Teller im Restaurant zurückbleiben, im Mülleimer. Dieser Verschwendung will Spanien nun landesweit mit der Gesetzeskeule entgegensteuern.

Die Regierung des Premiers Pedro Sánchez beschloss an diesem Dienstag eine Vorschrift, welche die Gastronomen dazu verpflichtet, ihren Gästen das Mitnehmen der Essensreste zu ermöglichen – und zwar kostenlos. Minister Planas erinnert daran, dass weltweit mindestens 800 Millionen Menschen Hunger leiden und weitere 1600 Millionen Ernährungsprobleme haben.

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Zu den neuen Pflichten der Gastwirte soll dann auch gehören, dass sie ihre Gäste über die neue Bestimmung informieren müssen. Damit dies nicht zu Bergen von Plastikverpackungen führt, ist zudem vorgeschrieben, dass die angebotenen Essensbehälter aus biologisch abbaubaren Materialien bestehen.

Spaniens Verbraucherorganisationen fordern schon lange, die Rechte der Gäste zu stärken. „Nimm mit nach Hause, was übrigbleibt“, lautete eine Kampagne des spanischen Konsumentenverbandes OCU. „Es muss völlig normal sein, die Essensreste zu verwerten, und es muss zur Ausnahme gehören, dass wir sie wegwerfen“, erklären die Verbraucherschützer. Und: „Wir sollten uns nicht dafür schämen, dass wir die Reste mitnehmen, sondern vielmehr dafür, es nicht zu tun.“


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