Der große Spanien-Überlebensguide

Spanien erlebt heute eine der gefährlichsten Wetterlagen dieses Winters. Während in Teilen Kataloniens Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde erwartet werden, drohen auf Menorca gigantische Wellen von bis zu 14 Metern Höhe. Die staatliche Wetterbehörde Aemet hat deshalb für mehrere Regionen die höchste Warnstufe ausgerufen. Für Bewohner und Reisende kann die Situation erhebliche Auswirkungen auf Verkehr, Sicherheit und Infrastruktur haben.

Katalonien unter rotem Alarm wegen extremen Sturms

Besonders betroffen sind die Vorpyränen der Provinz Barcelona sowie die Pyrenäen von Girona. Dort warnt die spanische Wetterbehörde Aemet vor orkanartigen Böen von bis zu 140 km/h.

Die rote Warnstufe bedeutet laut Meteorologen eine außergewöhnliche Gefahr. Neben extremem Wind ist in höheren Lagen mit Schneesturm und stark eingeschränkter Sicht zu rechnen.

Auch in weiteren Teilen Kataloniens gilt erhöhte Alarmbereitschaft:

  • Lleida und Tarragona: orange Warnstufe wegen Windböen zwischen 90 und 100 km/h
  • Girona (Empordà): orange Warnung wegen maritimen Sturms mit Wellen bis zu 11 Metern

Besonders exponierte Gebiete in den östlichen Pyrenäen könnten lokal noch stärkere Böen erleben.

Balearen: Menorca im Fokus – Wellen bis zu 14 Meter

Parallel zur Sturmlage auf dem Festland trifft ein schwerer Seesturm die Balearen.

Die Insel Menorca steht unter roter Warnstufe, weil Wellen von bis zu 14 Metern Höhe erwartet werden. Auch die Nachbarinsel Mallorca ist betroffen und steht unter oranger Warnstufe, mit prognostizierten Wellen von bis zu 10 Metern.

Solche Werte gelten im Mittelmeer als außergewöhnlich und können insbesondere für:

  • Küstenstraßen
  • Häfen
  • Fährverkehr
  • Freizeitboote

gefährlich werden.

Weitere Regionen Spaniens unter Wetterwarnung

Neben Katalonien und den Balearen gelten heute auch in mehreren anderen Regionen Wetterwarnungen.

Aragón und Valencianische Gemeinschaft: starke Winde

In Aragón betrifft die orange Warnstufe vor allem:

  • Huesca
  • Teruel

Auch in der Valencianischen Gemeinschaft gilt eine Warnung vor starken Windböen, insbesondere in der Provinz Castellón.

Zusätzlich besteht entlang der Nordküste von Alicante eine gelbe Warnung vor Seestürmen.

Castilla y León und La Rioja: Schneefall in höheren Lagen

In Teilen von Castilla y León gilt bis zum Mittag eine gelbe Warnung wegen Schneefalls. Betroffen sind:

  • das kantabrische Gebirge in León
  • das Iberische Gebirge in Soria

Hier werden bis zu fünf Zentimeter Schnee innerhalb von 24 Stunden oberhalb von etwa 1.200 bis 1.300 Metern erwartet.

Auch in La Rioja besteht eine vergleichbare Warnung für das Iberische Gebirge ab etwa 1.100 bis 1.200 Metern Höhe.

Deutlich mehr Schnee in den Pyrenäen erwartet

Nach Angaben der Meteorologen kann sich in den Pyrenäen oberhalb von etwa 1.000 Metern deutlich mehr Schnee ansammeln. Gleichzeitig sorgen starke Winde für Schneeverwehungen und schlechte Sichtbedingungen.

In vielen Regionen des Nordostens Spaniens sowie im Norden der Balearen werden Böen von 70 bis 100 km/h erwartet – lokal auch stärker.

Die Behörden raten daher, besonders in Bergregionen und Küstengebieten unnötige Reisen zu vermeiden und Wetterwarnungen aufmerksam zu verfolgen.

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