Sintflutartige Regenfälle drohen: Bis zu 120 Liter pro Quadratmeter erwartet
Das Staatliche Meteorologische Amt (Aemet) hat an der Küste der Provinz Huelva den roten Wetteralarm ausgerufen. Grund ist die akute Gefahr sintflutartiger Regenfälle, die innerhalb einer Stunde über 60 Liter pro Quadratmeter und in zwölf Stunden bis zu 120 Liter pro Quadratmeter erreichen könnten.
In einer offiziellen Mitteilung warnte die Aemet: „Außerordentliche Gefahr. Es kann zu Überschwemmungen kommen. Befolgen Sie die Empfehlungen des Katastrophenschutzes.“
Warnmeldungen direkt auf Mobiltelefone gesendet
Der Katastrophenschutz Andalusiens aktivierte das Notfallwarnsystem und sendete Benachrichtigungen auf Spanisch und Englisch an die Mobiltelefone der Einwohner in Huelva. Ziel der Aktion ist es, die Bevölkerung dazu zu bewegen, unnötige Reisen zu vermeiden und äußerste Vorsicht walten zu lassen, da die Wetterlage sich kurzfristig weiter verschlechtern könnte.
Einsatzstufe 1 des Hochwasserrisikoplans aktiviert
Der Minister für Notfälle, Antonio Sanz, hat infolge der roten Wetterwarnung die Einsatzstufe 1 des Hochwasserrisikoplans (PERI) für Andalusien aktiviert.
Sanz erklärte, dass insbesondere rund um Ayamonte mit extremen Regenfällen gerechnet werde, und forderte die Bevölkerung auf, den Empfehlungen der Notrufzentrale 112 zu folgen.
112-Einsätze in Andalusien: Schwerpunkt Sevilla
Bereits am gestrigen Abend musste die Notrufzentrale 112 Andalusien auf über 80 wetterbedingte Vorfälle reagieren. Besonders betroffen war die Provinz Sevilla, wo überflutete Straßen, Keller und Grundstücke gemeldet wurden.
Auch in den Provinzen Cádiz und Huelva wurden jeweils fünf Vorfälle registriert, in Córdoba einer. Zudem kam es zu Schäden durch herabfallende Äste, Bäume und Straßenschilder, die durch den starken Wind und Regen verursacht wurden.
In La Puebla de Guzmán (Huelva) stürzte eine Mauer an der Landstraße HU-5401 in Richtung Paymogo ein – bislang ohne Verletzte.
Empfehlung: Ruhe bewahren und Sicherheitsvorkehrungen treffen
Die Behörden rufen die Bevölkerung auf, Häuser nicht zu verlassen, Fahrten zu vermeiden und keine überfluteten Straßen oder Unterführungen zu betreten. Auch sollten Abflüsse und Gullys in der Nähe von Wohnhäusern regelmäßig überprüft werden, um Rückstau zu verhindern.











