Regionen unter Alarmstufe Orange
Die spanische Wetterbehörde AEMET hat in vier Provinzen eine orangefarbene Regenwarnung aktiviert. Grund sind anhaltende, teils sintflutartige Niederschläge, die lokal zu Überflutungen führen können.
Andalusien
In den Provinzen Sevilla, Cádiz und Huelva werden bis zu 40 l/m² in nur einer Stunde erwartet. Besonders gefährdet sind die Küsten von Huelva-Cádiz, Arévalo und das Gebiet Condado (Huelva).
Extremadura
Hier rechnet die AEMET mit intensiven Dauerregenmengen von 80 l/m² in 12 Stunden. Innerhalb von 24 Stunden können die Werte auf über 100 l/m² steigen.
Ávila – Süd- und Zentralsystem
Rund um die Sierra de Gredos sind bis zu 80 l/m² in 12 Stunden möglich. Ab dem kommenden Nachmittag könnten lokal sogar 150 l/m² in 24 Stunden überschritten werden.
Toledo
In der Sierra de San Vicente sind Regenmengen von bis zu 80 l/m² in 12 Stunden prognostiziert. Zusätzlich gelten gelbe Regenwarnungen für ganz Extremadura, West-Galicien, West-Andalusien und Kastilien-La Mancha.
Stürme und Tornadogefahr
Parallel zu den starken Regenfällen warnen Meteorologen vor Sturmzellen, die am Nachmittag die westliche Hälfte Andalusiens treffen sollen.
- Das AEMET-Modell Harmonie-Arome sagt hohe Blitzaktivität für Huelva und Cádiz voraus.
- Die Behörde schließt Tornados in den andalusischen Atlantikprovinzen nicht aus. Auch im Süden Extremaduras besteht ein Restrisiko.
- Zusätzlich können Windböen von 70–80 km/h auftreten – besonders beim Durchzug kräftiger Gewitterfronten.
Das höchste Risiko besteht bis in die frühen Nachmittagsstunden. Mit nachlassender Windscherung – einer der zentralen Zutaten für Tornadoentstehung – sinkt die Gefahr im weiteren Tagesverlauf deutlich.
Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung
- Überflutete Straßen meiden, nicht hindurchfahren.
- In gefährdeten Zonen tiefliegende Bereiche meiden.
- Lose Gegenstände im Außenbereich sichern.
- Lokale Warnmeldungen der AEMET eng verfolgen.
- Bei Sturmgefahr: Aufenthalt in stabilen Gebäuden, Abstand zu Fenstern halten.
Wetterlage im Überblick
Spanien befindet sich aktuell unter dem Einfluss einer intensiven Atlantikfront. Während das Land insgesamt eine regenreiche, teils stürmische Wetterphase erlebt, treffen die stärksten Niederschläge und Gewitter eindeutig den Westen und Süden. Die meteorologischen Parameter zeigen, dass kurzzeitig außergewöhnlich hohe Regenmengen zusammenkommen können – ein klassisches Muster für die Herbstmonate.











