Spanien steht am Mittwoch, 22. Juli 2026, ein weiterer sehr heißer Sommertag bevor. Die aktuelle Hitzewelle erreicht in weiten Teilen der Iberischen Halbinsel und auf den Balearen eine besonders intensive Phase. Vor allem im Süden, Südosten, Osten und in einigen großen Flusstälern steigen die Temperaturen auf außergewöhnlich hohe Werte.
Wetterlage
Sehr warme und trockene Luft bestimmt weiterhin das Wetter über großen Teilen Spaniens. Gleichzeitig gelangt in höheren Luftschichten teilweise instabilere Luft auf die Halbinsel. Dadurch bleibt es zwar vielerorts sonnig und trocken, regional können sich im Tagesverlauf jedoch Quellwolken und einzelne Gewitter entwickeln.
Zusätzlich kann Saharastaub die Luft trüben und für Calima sorgen. Besonders im Osten und Südosten Spaniens ist die Kombination aus extremer Hitze, sehr warmen Nächten und örtlichen Gewittern relevant.
Temperaturen
Die Temperaturen steigen am Mittwoch in vielen Regionen weiter an. Im Landesinneren werden verbreitet Höchstwerte zwischen 35 und 40 Grad erwartet.
Besonders heiß wird es im Guadalquivir-Tal, im Südosten, im Ebro-Tal, im Osten von Castilla-La Mancha sowie in weiteren geschützten Beckenlagen. Dort sind 39 bis 43 Grad möglich. Im südöstlichen Drittel können örtlich sogar mehr als 44 Grad erreicht werden.
Auch Madrid und weite Teile Zentralspaniens erleben große Hitze mit Werten um 38 bis 40 Grad.
Deutlich angenehmer bleibt es an Teilen der nordspanischen Atlantikküste, wo maritime Luft den Temperaturanstieg begrenzt.
Norden
An der kantabrischen Küste und in Teilen Galiciens zeigt sich das Wetter wechselhafter. Zeitweise können tiefe Wolken, Nebel oder Hochnebel auftreten. Im Landesinneren Nordspaniens wird es dagegen deutlich heißer.
Im Nordosten und rund um das Ebro-Tal sind erneut Temperaturen nahe oder über 40 Grad möglich. Über den Gebirgsregionen können sich am Nachmittag einzelne Gewitter entwickeln, lokal begleitet von kräftigen Windböen.
Süden
Andalusien gehört erneut zu den heißesten Regionen Spaniens. Besonders im Guadalquivir-Tal sowie in Teilen der Provinzen Córdoba, Sevilla, Jaén und Granada werden verbreitet sehr hohe Temperaturen erwartet.
Die Höchstwerte liegen vielerorts zwischen 39 und 43 Grad. Auch Werte darüber sind örtlich nicht ausgeschlossen. Sonniges Wetter dominiert, während im Bergland vereinzelt Quellwolken und isolierte Gewitter entstehen können.
Osten und Südosten
Besonders kritisch entwickelt sich die Hitze im Osten und Südosten der Halbinsel. In Teilen der Comunitat Valenciana, Murcia und im östlichen Castilla-La Mancha können die Temperaturen auf 40 bis 44 Grad steigen, lokal sind noch höhere Spitzen möglich.
Neben der Hitze besteht regional die Gefahr einzelner Gewitter. Diese können bei sehr trockener Luft nur wenig Niederschlag bringen, dafür aber mit starken oder stürmischen Böen verbunden sein.
Auch die Nächte bleiben außergewöhnlich warm. An der Mittelmeerküste sinken die Temperaturen vielerorts nur wenig ab, sodass erneut tropische oder sehr warme Nächte bevorstehen.
Zentrum
In Madrid, Castilla-La Mancha und angrenzenden Gebieten dominiert sonniges und sehr heißes Wetter. Im Großraum Madrid werden örtlich Werte um 40 Grad erwartet.
In höheren Lagen bleiben die Temperaturen etwas niedriger. Niederschläge sind in weiten Teilen Zentralspaniens kaum zu erwarten.
Balearen
Auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera bleibt es hochsommerlich und sehr warm bis heiß. Besonders im Inneren Mallorcas können die Temperaturen deutlich über 35 Grad steigen und örtlich die Marke von 40 Grad erreichen.
Auch nachts bleibt es vor allem in Küstennähe sehr warm.
Kanaren
Auf den Kanarischen Inseln fällt die Hitze insgesamt weniger extrem aus als auf der Iberischen Halbinsel. Der Nordostpassat sorgt regional für Wolken an den Nordseiten der Inseln, während im Süden häufig die Sonne scheint.
In höheren und geschützten Lagen können die Temperaturen dennoch deutlich ansteigen.
Wetterwarnungen
Für Mittwoch bestehen in mehreren Regionen Spaniens Wetterwarnungen, insbesondere wegen extremer Hitze. Besonders betroffen sind Teile Andalusiens, des Südostens, der Mittelmeerregionen und des Nordostens.
Regional können zusätzlich Warnungen vor Gewittern und starken Windböen gelten. Wegen der hohen Temperaturen, der trockenen Vegetation und möglicher Gewitter mit wenig Niederschlag bleibt außerdem die Waldbrandgefahr in zahlreichen Gebieten sehr hoch.
Wer sich im Freien aufhält, sollte die intensive Mittag- und Nachmittagshitze möglichst meiden und besonders auf Kinder, ältere Menschen und Haustiere achten.
Ausblick
Am Donnerstag bleibt die extreme Hitze vor allem im Osten und Südosten Spaniens sowie auf den Balearen zunächst bestehen. Regional können nochmals außergewöhnlich hohe Temperaturen erreicht werden.
Ab Freitag zeichnet sich von Nordwesten her eine Abkühlung durch etwas frischere Atlantikluft ab. Die Temperaturen gehen dann in mehreren Regionen zurück. Im Südosten und im Mittelmeerraum dürfte die Hitze jedoch länger anhalten.











