Ein neuer Wetterumschwung sorgt in Teilen Spaniens erneut für spürbar niedrigere Temperaturen. Während viele Menschen bereits auf frühsommerliche Werte hoffen, bringt ein Atlantiktrog im Nordwesten der Iberischen Halbinsel nun einen markanten Temperatursturz – mit Auswirkungen auf mehrere Millionen Einwohner. Besonders betroffen: Galicien, Kastilien und León sowie Extremadura. Dort können die Höchstwerte innerhalb von nur 24 Stunden um bis zu fünf Grad sinken.
Atlantischer Einfluss sorgt für Abkühlung in Spanien
Nach mehreren Tagen wechselhafter Temperaturen bleibt die Wetterlage in Spanien weiterhin instabil. Verantwortlich dafür sind Tiefdrucksysteme und Kaltluftvorstöße vom Atlantik, die immer wieder kühlere Luftmassen auf die Halbinsel lenken.
Nach aktuellen Prognosen des europäischen Wettermodells hält die Phase unterdurchschnittlicher Temperaturen mindestens bis Mitte Mai an. Zwischen dem 11. und 18. Mai werden in weiten Teilen Spaniens negative Temperaturabweichungen von ein bis drei Grad erwartet. In einzelnen Regionen wie den Tälern des Guadiana und Guadalquivir könnten die Werte sogar bis zu sechs Grad unter dem saisonalen Durchschnitt liegen.
In diesen drei autonomen Gemeinschaften sinken die Temperaturen besonders stark
Am Freitag wird sich der Temperaturrückgang vor allem im Nordwesten Spaniens bemerkbar machen. Betroffen sind insbesondere:
- Galicien
- die westliche Hälfte von Kastilien und León
- Extremadura
Die Tageshöchstwerte fallen dort laut Prognosen um ein bis fünf Grad niedriger aus als noch am Donnerstag. Besonders deutlich wird die Abkühlung in:
- Nordgalicien
- den Kantabrischen Bergen
- dem Umfeld des Zentralspanischen Gebirges
Der stärkste Temperaturunterschied innerhalb von 24 Stunden wird im Nordwesten der Provinz León nahe der Grenze zu Galicien erwartet.
Kühlere Höchstwerte in vielen Provinzhauptstädten
Die Temperaturen bleiben in vielen Städten ungewöhnlich niedrig für die Jahreszeit.
Erwartete Höchstwerte am Freitag
- León: maximal 13 °C
- Salamanca: etwa 15 °C
- Valladolid und Palencia: rund 17 °C
- Santiago de Compostela und Lugo: etwa 15 °C
- A Coruña, Vigo und Ourense: zwischen 17 und 18 °C
In Extremadura fällt die Abkühlung etwas moderater aus. Dort werden am Nachmittag noch Werte über 20 Grad erreicht:
- Cáceres: etwa 20 °C
- Badajoz: bis zu 22 °C
Meteorologen führen dies auf südwestliche Luftströmungen zurück, die wärmere Luft aus Andalusien nach Extremadura transportieren.
Wo es in Spanien am wärmsten und am kältesten wird
Trotz der allgemeinen Abkühlung bleibt das Guadalquivir-Tal erneut die wärmste Region Spaniens. Dort werden am Freitag die höchsten Temperaturen des Landes erwartet:
- Sevilla: bis zu 25 °C
- Córdoba: rund 24 °C
- Jaén: etwa 23 °C
Deutlich frischer bleibt es dagegen im Norden. Die niedrigste Höchsttemperatur unter den Provinzhauptstädten könnte Burgos erreichen – mit lediglich 11 °C.
Auch die Nächte bleiben vielerorts kühl. In höheren Lagen der Pyrenäen sind sogar Temperaturen unter dem Gefrierpunkt möglich. Unter den Provinzhauptstädten dürfte Soria mit rund 5 °C am Morgen die niedrigste Temperatur verzeichnen.
Am mildesten bleibt die Nacht hingegen in Cádiz. Dort sinken die Temperaturen wegen des starken Atlantikeinflusses und maritimer Winde voraussichtlich nicht unter 17 bis 18 °C.
Wetterlage bleibt vorerst wechselhaft
Die aktuellen Modelle deuten darauf hin, dass Spanien auch in den kommenden Tagen keine stabile frühsommerliche Wetterphase erleben wird. Stattdessen wechseln sich weiterhin kühlere Atlantikluft und kurzfristige wärmere Abschnitte ab. Besonders im Landesinneren und im Norden müssen sich die Menschen vorerst auf frische Temperaturen einstellen.











