Zeitbombe Cumbre Vieja – Studie von 2001 zeigt transatlantische Mega-Katastrophe

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Zeitbombe Cumbre Vieja
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Ein ‘Worst-Case Szenario’ (detailiert beschrieben von den Geophysikern Steven Ward von der University of California in Santa Cruz und Simon Day vom University College, London zeigt, in einem Artikel der Geophysical Research Letters, Ausgabe vom 1. September [2001]) könnte eine halbe Billion Tonnen Vulkangestein in den Ozean rutschen.

Innerhalb von fünf Minuten würde sich eine 1500 Fuß [ca. 457 m] hohe Wasserwand auftürmen und mit einer Geschwindigkeit von 30 Meilen (ca. 48 km/h) hinaus auf´s Meer bewegen. Die Welle würde sich abbauen, bevor sie Land erreicht, könnte aber immer noch 900 Fuß [ca. 270 m] hoch sein, wenn sie auf die nahegelegenen Inseln donnert. Während der nächsten fünf bis 45 Minuten, würden sich eine Serie von Wellen ausbreiten, deren Kämme 150 Fuß [ca. 46 m] erreichen, bevor sie auf die afrikanische Küste, Spanien und England treffen.

Sechs Stunden nach dem Ausbruch würden Wellen, mit eine Höhe von bis zu 30 Fuß [ca. 9 m], Neufundland erreichen und 45 bis 60 Fuß [ca. 14 – 18 m] hohe Wellen würden Südamerika bombardieren, wobei sie große Teile des Landes überschwemmen würden. Neun Stunden nach der Eruption, würden Wellenkämme von 30 bis 70 Fuß [ca. 9 – 21 m] an der Ostküste der Vereinigten Staaten aufschlagen.

Die Wissenschaftler sagten, dass womöglich nicht der gesamte instabile Bereich auf einmal einstürzt. Stattdessen können sich mit der Zeit auch kleinere Erdrutsche ereignen. Diese Erdrutsche würden Wellen von einem Viertel bis zur Hälfte der Höhe des Mega-Tsunamis erreichen.

Der ‘Worst-Case-Tsunami’ nach einem hypothetischen La Palma-Erdrutsch würde nicht nur die Küsten des gesamten Atlantikraums verheeren, sondern könnte an vielen Stellen weit ins Landesinnere vorstoßen.

Inmitten des Ausbruchs des Vulkans Cumbre Vieja hat ein Forschungsteam von Geociències Barcelona (CSIC) vor der realen Gefahr eines Tsunamis auf den Kanarischen Inseln gewarnt.

Die neue Studie, über die in La Vanguardia berichtet wird, untersucht einen kaskadenartigen geologischen Prozess, der auf der Insel Teneriffa vor etwa 170.000 Jahren stattfand. Das Ergebnis war ein Tsunami, der mit einer Wellenhöhe von 130 bis 160 Metern fast den gesamten Archipel traf.


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