Der große Spanien-Überlebensguide

Spanien ist zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister. La Roja setzte sich in einem dramatischen Finale gegen Titelverteidiger Argentinien nach Verlängerung mit 1:0 durch. Ferran Torres erzielte in der 106. Minute das entscheidende Tor und erfüllte damit den großen Traum vom zweiten WM-Titel nach dem Triumph von 2010.

Für Argentinien endete dagegen die Hoffnung auf die erfolgreiche Titelverteidigung. Die Mannschaft um Lionel Messi wollte den WM-Titel erneut gewinnen und zugleich einen besonderen Abschluss für ihre prägende Fußballgeneration schaffen. Doch Spanien bestimmte über weite Strecken das Geschehen und setzte sich schließlich in der Verlängerung durch.

Spanien übernimmt früh die Kontrolle

Die Nervosität war vor dem Finale bei den Fans in Spanien und in New York deutlich spürbar. Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente vertraute jedoch weitgehend seiner bewährten Formation und setzte erneut auf Fabián Ruiz vor Pedri.

Argentiniens Trainer Lionel Scaloni nahm dagegen drei Veränderungen vor. Montiel, De Paul und Nico González rückten für Nahuel, Paredes und Giuliano Simeone in die Mannschaft.

Von Beginn an übernahm Spanien die Kontrolle über den Ball. Bereits nach drei Minuten entstand die erste gefährliche Situation über Lamine Yamal. Nach einer Kombination mit Dani Olmo kam der junge Flügelspieler zum Abschluss, doch der abgefälschte Ball landete bei Argentiniens Torhüter.

Argentinien versuchte vor allem über schnelle Gegenangriffe gefährlich zu werden. Bei einer dieser Situationen reagierte Unai Simón aufmerksam, verließ seinen Strafraum und klärte einen Ball, der Julián Álvarez ansonsten eine aussichtsreiche Eins-gegen-eins-Situation ermöglicht hätte.

Rodri prägt das spanische Spiel

Spanien kontrollierte anschließend über weite Strecken Ball und Tempo. Eine zentrale Rolle spielte Rodri Hernández, der das Spiel der Nationalmannschaft aus dem Mittelfeld heraus ordnete.

Argentinien verteidigte kompakt und ließ trotz der spanischen Dominanz zunächst nur wenige klare Möglichkeiten zu. Kurz vor der Halbzeit erhöhte La Roja den Druck.

Mikel Oyarzabal kam nach einer Vorlage von Dani Olmo zum Abschluss, konnte den argentinischen Torhüter jedoch nicht überwinden. Wenig später versuchte es Marc Cucurella mit einem Linksschuss von außerhalb des Strafraums. Der Ball ging knapp am Pfosten vorbei.

Torlos ging es in die Pause.

De la Fuentes Wechsel verändern das Finale

Nach dem Seitenwechsel setzte Spanien seine Offensivbemühungen fort. Baena kam nach einem Ballgewinn in aussichtsreicher Position zum Abschluss, doch Argentiniens Torhüter lenkte den Ball zur Ecke.

Scaloni reagierte zur Halbzeit und brachte Paredes für Nico González. Argentinien stabilisierte dadurch sein Spiel und gewann vorübergehend mehr Kontrolle.

Luis de la Fuente antwortete seinerseits mit zwei Wechseln: Pedri und Ferran Torres kamen für Fabián Ruiz und Oyarzabal.

Die Veränderungen zeigten Wirkung. Pedri verlieh dem spanischen Mittelfeld zusätzliche Stabilität und Spielfluss, während Ferran Torres mit seinen Bewegungen die argentinische Defensive zunehmend beschäftigte.

Spanien erspielte sich weitere Möglichkeiten. Olmo, Pedri und Ferran Torres kamen zu Abschlüssen, konnten die Führung zunächst jedoch nicht erzielen.

Platzverweis gegen Enzo Fernández in der Schlussphase

In den letzten zehn Minuten der regulären Spielzeit erhöhte Spanien nochmals den Druck. Argentinien setzte weiterhin auf seine defensive Organisation und wartete auf Kontermöglichkeiten.

In der Nachspielzeit kam es zu einer entscheidenden Szene. Enzo Fernández, der bereits verwarnt war, sah nach einem Zweikampf mit Cubarsí die zweite Gelbe Karte und musste das Spielfeld verlassen.

Argentinien protestierte gegen die Entscheidung, musste die Partie jedoch in Unterzahl fortsetzen.

Lamine Yamal hatte anschließend mit einem Freistoß noch eine Möglichkeit, das Finale innerhalb der regulären Spielzeit zu entscheiden. Der argentinische Torhüter lenkte den Ball zur Ecke.

Nach 90 Minuten stand es weiterhin 0:0. Das Finale ging in die Verlängerung.

Ferran Torres erzielt das entscheidende Tor

Spanien nutzte die personelle Überlegenheit und erhöhte in der Verlängerung weiter den Druck. Mit Nico Williams kam zusätzliche Geschwindigkeit und Direktheit ins spanische Angriffsspiel.

Ein vermeintlicher spanischer Führungstreffer wurde zunächst wegen eines zuvor gepfiffenen Fouls von Mikel Merino aberkannt.

In der 106. Minute fiel schließlich das entscheidende Tor.

Nach einer Hereingabe und einer Kopfballablage am langen Pfosten kam Ferran Torres zum Abschluss und brachte den Ball im Netz unter. Spanien führte 1:0.

Argentinien war nun gezwungen, offensiver zu werden und drängte auf den Ausgleich. Die spanische Defensive hielt jedoch stand und ließ Lionel Messi und seine Mitspieler nicht mehr entscheidend zur Entfaltung kommen.

Mit dem Schlusspfiff war der zweite WM-Titel perfekt.

16 Jahre nach dem Triumph von Südafrika 2010 krönt sich Spanien erneut zum Fußball-Weltmeister. Ferran Torres wurde mit seinem Treffer in der Verlängerung zum entscheidenden Mann eines Finales, in dem La Roja über weite Strecken das Spiel bestimmte und am Ende den zweiten Stern gewann.

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