An diesem Samstag, dem 14. März, sind in Spanien mehr als 150 Demonstrationen angekündigt. Die Plattform „Stop the War“ ruft landesweit zu Kundgebungen auf, um ein Ende der Gewalt im Nahen Osten zu fordern und gegen die militärischen Aktionen Israels sowie der Vereinigten Staaten zu protestieren. Unterstützt wird der Aufruf von über 1.500 Einzelpersonen, mehr als 200 Persönlichkeiten aus Politik und Kultur sowie über 140 Organisationen.
Die Organisatoren veröffentlichen dazu ein Manifest, das die militärischen Angriffe auf Gaza und Iran kritisiert und vor einer weiteren Eskalation in der Region warnt. Gleichzeitig richtet sich das Dokument auch gegen das politische System der iranischen Führung.
Manifest warnt vor Gefahr für Weltfrieden
In dem Manifest heißt es, das US-israelische Bündnis stelle „eine ernsthafte Bedrohung für den Frieden in der Region“ dar und könne zu einer Gefahr für den globalen Frieden werden. Zugleich betonen die Unterzeichner, dass die Zukunft Irans vom iranischen Volk selbst bestimmt werden müsse.
Unter den Unterstützern finden sich mehrere bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Gewerkschaften und Kultur. Genannt werden unter anderem die ehemalige Bürgermeisterin von Madrid, Manuela Carmena, die Gewerkschaftsführer Pepe Álvarez (UGT) und Unai Sordo (CCOO) sowie Künstler wie Miguel Ríos, Joan Manuel Serrat und Schauspielerin Alba Flores.
Kritik wegen Termin kurz vor Regionalwahlen
Der Termin der Proteste sorgt jedoch für Diskussionen. In sozialen Netzwerken wurde kritisiert, dass die Demonstrationen am sogenannten „Tag der Reflexion“ stattfinden – also unmittelbar vor Regionalwahlen in Castilla y León. Nach spanischem Wahlrecht gilt dieser Tag traditionell als Phase ohne politische Kampagnenaktivitäten.
Auf der Website der Plattform ist zwar eine Demonstration in Burgos aufgeführt, allerdings ohne genaue Angaben zu Zeit oder Treffpunkt. Eine weitere Kundgebung in der Region wird laut lokalen Initiativen erst für den 20. März in Valladolid geplant. Dort soll gegen „Krieg und Faschismus“ demonstriert werden.
Hauptkundgebung in Madrid geplant
Die zentrale Veranstaltung soll am Samstag um 12 Uhr auf der Plaza de Juan Goytisolo in Madrid stattfinden. Dort wollen die Organisatoren ihr Manifest öffentlich verlesen und zu weiteren Mobilisierungen aufrufen.
Über die Website der Initiative können Teilnehmer Informationen zu Zeit und Ort der Demonstrationen in verschiedenen spanischen Städten abrufen.
Die Plattform „Stop the War“ entstand im Oktober 2023. Nach eigenen Angaben verfolgt sie das Ziel, Bürger, Organisationen und Gewerkschaften unabhängig von politischer Ideologie zusammenzubringen, um sich für Frieden und die Einhaltung des Völkerrechts einzusetzen.











