Spanischer Nationalfeiertag

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Nationalfeiertag Spanien
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In Spanien ist der 12. Oktober seit 1918 Nationalfeiertag und wird seit den 1920er Jahren oft Día de la Hispanidad („Tag der Hispanität“) genannt.

In Spanien begeht man am 12. Oktober, zugleich Patronatsfest des spanischen Nationalheiligtums Unsere Liebe Frau auf dem Pfeiler in Saragossa, den Día de la Hispanidad („Tag der Hispanität“), der an die gemeinsamen Wurzeln der spanischsprachigen Welt erinnern soll. Unter der Bezeichnung Fiesta de la Raza („Fest der Rasse“) oder Día de la Raza existierte dieser Feiertag bereits seit 1914. Dieser Name geht auf den spanischen Politiker Faustino Rodríguez zurück, der 1913 Präsident der Ibero-Amerikanischen Union war. Der Tag wurde 1918 von König Alfons XIII. ohne nähere Bezeichnung zum spanischen Nationalfeiertag (Fiesta Nacional) erhoben. Die Bezeichnung Día de la Hispanidad wurde Ende der 1920er Jahre von dem spanisch-argentinischen Geistlichen Zacarías de Vizcarra als Alternative ersonnen und kam in Spanien unter anderem auf Betreiben des Schriftstellers Ramiro de Maeztu in den 1930er Jahren zunehmend in Gebrauch. Sie wurde 1958 während der Franco-Diktatur als offizielle Bezeichnung des spanischen Nationalfeiertags eingeführt und 1981 während der Transition in Spanien als solche bestätigt. Seit 1987 wird der Tag wiederum offiziell nur noch „Nationalfeiertag“ genannt, obwohl der Name „Tag der Hispanität“ im allgemeinen Sprachgebrauch weiter vorherrscht und auch in halboffiziösen Quellen verwendet wird. Der Tag erinnert neben dem spanischen Kolonialreich auch an die Einigung Spaniens im 16. Jahrhundert und wird traditionell mit einer Militärparade vor dem spanischen König begangen.


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