Spanische Wirtschaft sank 2020 um 10,8%, die größte Katastrophe seit dem Bürgerkrieg

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Das National Statistics Institute (INE) hat die Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2020 überprüft, und es wurden erhebliche Änderungen vorgenommen.

Einerseits weist die Agentur darauf hin, dass die Wirtschaft tatsächlich zwei Zehntel weniger zusammenbrach als in ihren Vorausdaten angenommen: Der Rückgang betrug 10,8% anstelle der ursprünglich genannten 11%.

Andererseits, und vielleicht wichtiger, um den aktuellen Kontext zu verstehen, wuchs das BIP im letzten Quartal des Jahres nicht um vier Zehntel, sondern blieb in Wirklichkeit unverändert. “Im vierten Quartal 2020 ist eine Abweichung von 0,0% gegenüber dem Vorquartal zu verzeichnen”, erklärt das INE.

Dies ist sehr relevant, da es zeigt, dass die Wirtschaft in diesem Jahr bereits ohne Wachstum eingetreten ist, was zumindest teilweise das negative Verhalten des BIP im ersten Quartal des Jahres erklärt und beeinflusst. Die Bank von Spanien schätzt beispielsweise, dass es zwischen Januar und März in ihrem zentralen Szenario zu einem Rückgang um vier Zehntel kommen wird, und die Unabhängige Behörde für Steuerliche Verantwortung (AIReF) weist in ihrer Echtzeitprognose des BIP auf fallen auf 1,4%.

Dies deutet direkt auf eine schlechtere Prognose für das gesamte Jahr hin, und das hat die Bank von Spanien selbst diese Woche zum Ausdruck gebracht. Die neue Schätzung für 2021 sieht ein Wachstum von 6% vor, acht Zehntel weniger als im Vorjahr, als direkte Folge der schlechtesten Leistung in den ersten Monaten des Jahres und auch der Verzögerung bei der Impfung sowie bei europäischen Projekten.


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