Der große Spanien-Überlebensguide

Das hatte sich in Spanien wohl niemand so vorgestellt. Der amtierende Europameister kam bei seinem WM-Debüt gegen den krassen Außenseiter Kap Verde lange nicht über ein 0:0 hinaus. Vor allem Torhüter Vozinha entwickelte sich zum Albtraum für die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente und verhinderte mit mehreren starken Paraden die spanische Führung.

Besonders vor der Pause drückte Spanien aufs Tempo, dominierte Ballbesitz und Chancen, brachte den Ball aber nicht über die Linie. Ferran Torres traf zudem die Latte, während Vozinha unter anderem gegen Pedri und weitere gefährliche Abschlüsse glänzend reagierte. Zur Halbzeit stand trotz klarer Überlegenheit ein überraschendes 0:0 auf der Anzeigetafel.

Kap Verde, das erstmals überhaupt an einer Weltmeisterschaft teilnimmt, verteidigte diszipliniert und kompakt. Die Afrikaner ließen Spanien zwar den Ball, schlossen die Räume jedoch konsequent und machten es den technisch starken Iberern schwer, klare Torchancen herauszuspielen.

Die Partie entwickelte sich zunehmend zu einem Geduldsspiel für die Spanier. Beobachter kritisierten fehlendes Tempo und mangelnde Kreativität im letzten Drittel. Luis de la Fuente reagierte später mit frischen Kräften, darunter auch Offensivjuwel Lamine Yamal, um den Abwehrriegel der Kapverdier zu knacken.

Für Kap Verde wäre bereits ein Punktgewinn gegen den Gruppenfavoriten eine der größten Überraschungen der bisherigen WM-Endrunde. Im Mittelpunkt stand dabei der 40-jährige Schlussmann Vozinha, der mit seinen Paraden zum gefeierten Helden seines Landes wurde.

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