Eine aktuelle Lebensmittelwarnung sorgt in Spanien für Besorgnis: Die spanische Behörde für Lebensmittelsicherheit und Ernährung, AESAN, hat vor dem möglichen Vorhandensein von Listeria monocytogenes in frischem Kuhkäse der Marke Goya gewarnt. Betroffen sind konkrete Chargen des Produkts „Queso Latino“. Verbraucher werden dringend aufgefordert, den Käse nicht zu konsumieren.
Die Warnung wurde über das spanische Schnellwarnsystem SCIRI veröffentlicht, nachdem die Gesundheitsbehörden aus Aragón entsprechende Laborergebnisse gemeldet hatten. Besonders gefährdet sind Schwangere, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Diese Käse-Chargen sind betroffen
Nach Angaben der Behörden handelt es sich um folgendes Produkt:
- Produkt: Queso Latino – frischer Kuhkäse
- Marke: Goya
- Verpackung: 300 Gramm Kunststoffverpackung
- Lagerung: gekühlt
- Chargennummern:
- 011056 – Mindesthaltbarkeit bis 31. Mai 2026
- 021046 – Mindesthaltbarkeit bis 30. Mai 2026
Die zuständigen Behörden der autonomen Gemeinschaften wurden bereits informiert, um den Rückruf der betroffenen Ware aus dem Handel zu kontrollieren.
Gesundheitsgefahr durch Listerien
Listeria monocytogenes kann die sogenannte Listeriose auslösen. Die Infektion verläuft bei gesunden Menschen oft mild, kann jedoch bei Risikogruppen schwere Folgen haben.
Zu den möglichen Symptomen gehören:
- Fieber
- Durchfall
- Erbrechen
- Muskelbeschwerden
- grippeähnliche Symptome
In schweren Fällen kann es zu neurologischen Komplikationen oder Blutvergiftungen kommen.
Besondere Warnung für Schwangere
Die Lebensmittelbehörde betont insbesondere die Risiken für Schwangere. Eine Listeriose kann während der Schwangerschaft schwere Komplikationen verursachen und im schlimmsten Fall zu Fehl- oder Frühgeburten führen.
AESAN empfiehlt deshalb:
- keinen Verzehr der betroffenen Produkte
- strikte Küchenhygiene
- Vermeidung von Kreuzkontaminationen
- gründliche Reinigung von Oberflächen und Küchenutensilien
Was Verbraucher jetzt tun sollten
Wer die betroffenen Produkte zu Hause hat, sollte diese keinesfalls konsumieren. Verbraucher können den Käse entsorgen oder im Geschäft zurückgeben.
Wer nach dem Verzehr Symptome entwickelt, sollte umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
Die Behörden beobachten den Fall weiterhin. Ob weitere Chargen betroffen sind, ist derzeit noch nicht bekannt.











