Der große Spanien-Überlebensguide

Ein alltägliches Produkt, das in vielen Haushalten Spaniens regelmäßig auf dem Tisch steht, sorgt jetzt für Aufsehen: Geriebener Käse mehrerer Marken könnte mit Holzspänen verunreinigt sein. Die spanische Lebensmittelaufsicht ruft konkret bestimmte Chargen zurück – und schließt eine weitere Verbreitung nicht aus. Für Verbraucher in mehreren Regionen heißt das: Kühlschrank prüfen.

Aesan warnt vor Fremdkörpern in Käse-Produkten

Die Agencia Española de Seguridad Alimentaria y Nutrición (Aesan) hat am Montag eine offizielle Lebensmittelwarnung veröffentlicht. Hintergrund ist das mögliche Vorhandensein von Fremdkörpern – konkret Holzspänen – in geriebenem Käse der Marken:

  • Alteza
  • Albéniz
  • Froiz

Nach Angaben der Behörde erfolgte die erste Verbreitung der betroffenen Produkte in folgenden autonomen Gemeinschaften:

  • Andalusien
  • Kantabrien
  • Kastilien-La Mancha
  • Kastilien und León
  • Galicien
  • Navarra

Eine Umverteilung in andere Regionen Spaniens könne laut Aesan jedoch nicht ausgeschlossen werden. Verbraucher in ganz Spanien sollten daher aufmerksam sein.

Betroffene Chargen und Mindesthaltbarkeitsdatum

Konkret betroffen sind folgende Produkte mit identischer Chargennummer:

  • Geriebener Gouda der Marken Alteza und Albéniz
  • Geriebener Mozzarella und Provolone der Marke Froiz

Chargennummer: 2426026
Mindesthaltbarkeitsdatum: 5. Juni 2026

Die Warnmeldung wurde durch die Gesundheitsbehörden Navarras über das koordinierte Schnellwarnsystem Sciri (Sistema Coordinado de Intercambio Rápido de Información) gemeldet und anschließend an die zuständigen Behörden der autonomen Gemeinschaften weitergeleitet. Ziel ist die Überprüfung und der Rückzug der betroffenen Produkte aus dem Handel.

Gesundheitsrisiko durch Holzspäne nicht ausgeschlossen

Holzspäne gelten als physikalische Fremdkörper und können beim Verzehr zu Verletzungen im Mund- und Rachenraum oder im Verdauungstrakt führen. Nach aktuellem Stand liegen keine offiziellen Berichte über Verletzungen vor. Aesan empfiehlt jedoch ausdrücklich, die betroffenen Produkte nicht zu konsumieren.

Verbraucher, die entsprechende Packungen zu Hause haben, sollten diese nicht verzehren und können sie üblicherweise im jeweiligen Geschäft zurückgeben.

Was Verbraucher jetzt tun sollten

  • Chargennummer und Mindesthaltbarkeitsdatum prüfen
  • Betroffene Produkte nicht konsumieren
  • Rückgabe im Handel prüfen
  • Offizielle Hinweise der Behörden beachten

Die Informationen wurden über das Schnellwarnsystem an alle zuständigen Stellen in Spanien weitergeleitet. Weitere Updates sind möglich, sollte sich der Sachverhalt ändern.

Die Situation zeigt erneut, wie wichtig funktionierende Kontrollmechanismen im Lebensmittelbereich sind – insbesondere bei Produkten des täglichen Bedarfs.

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