Landesweite Proteste in Spanien gegen die Jagd mit Hunden

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Aktivisten in ganz Spanien gingen auf die Straße, um ein Ende der Jagd mit Hunden und den Schutz dieser Tiere durch das Tierschutzgesetz zu fordern.

Am Sonntag, den 4. Februar, führte die Plattform “No to Hunting” (NAC) Kundgebungen in 47 spanischen Städten an, um auf die Notlage der Jagdhunde aufmerksam zu machen.

Diese Demonstrationen zielten darauf ab, auf die Misshandlung und das Aussetzen von Windhunden und anderen Rassen, die bei der Jagd eingesetzt werden, aufmerksam zu machen.

Bemerkenswert ist, dass diese Tiere aus dem im Februar 2023 verabschiedeten Tierschutzgesetz ausgeschlossen wurden, was zu Kontroversen in verschiedenen Sektoren führte, darunter der Tierhandel, Veterinärmediziner und Antispezies-Aktivisten.

In der Hauptstadt Madrid versammelten sich rund 1.200 Menschen, begleitet von ihren Hunden, vor allem Windhunden, um ihre Sorgen zu äußern. Diese Rassen sind aufgrund ihrer begrenzten “Lebensdauer” in der Branche oft der Hauptlast des Missbrauchs im Jagdsektor ausgesetzt.

Spanien ist nach wie vor das einzige EU-Land, das die Jagd mit diesen Tieren erlaubt, ein Punkt, den NAC während der Kundgebung betonte, an der politische Organisationen wie Podemos und die Tierrechtspartei Pacma teilnahmen.

“Ein echtes Tierschutzgesetz, ohne Diskriminierung und ohne wirtschaftliche Interessen dahinter”, lautete eine zentrale Forderung von NAC-Sprecherin Mia Rojo.

Die Bewegung verzeichnete eine hohe Beteiligung in Regionen wie Kastilien und León, wo es in sieben Provinzhauptstädten zu Protesten kam.

Valladolid führte mit fast hundert Teilnehmern, gefolgt von Burgos und Segovia. An den Demonstrationen in Palencia und Salamanca nahmen vergleichbar viele Menschen teil, an denen auch Leon und Avila aktiv teilnahmen.

Darüber hinaus gab es in Sevilla eine beträchtliche Mobilisierung, die eine breite Unterstützung für das Anliegen widerspiegelt.

Der landesweite Aufruf zum Handeln unterstreicht die wachsende Unzufriedenheit mit den aktuellen Jagdpraktiken und den rechtlichen Rahmenbedingungen rund um den Tierschutz.

Bild: X plataforma_NAC


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