Käufer aufgepasst: 200 € Geldstrafe für den Kauf bei nicht lizenzierten Händlern in Torrevieja

2009

Der Stadtrat von Torrevieja hat eine Kampagne gestartet, die darauf abzielt, die Ausbreitung von nicht lizenzierten Straßenhändlern zu verhindern, indem sowohl der Käufer als auch der Verkäufer mit Geldstrafen belegt werden.

Im Sommer verfünffacht sich die Bevölkerung von Torrevieja, und der Stadtrat bemüht sich nun, “nicht nur das Angebot, sondern auch die Nachfrage” nach Produkten anzugreifen, die von den Top-Mantas (illegalen Straßenverkäufern) auf seiner Promenade gekauft werden. Dieser Schritt ist ein Versuch, ein Problem anzugehen, das allen touristischen Küstenstädten gemeinsam ist, schreibt Nuis Diario.

Der spanische Begriff “Top Manta” (wörtlich Top Decke) bezieht sich auf nicht autorisierte Straßenhändler, die ihre Waren auf einer Decke auslegen, die auf dem Bürgersteig ausgelegt ist. Die nicht lizenzierten Händler sind dafür bekannt, Waren mit gefälschten Etiketten oder Raubkopien zu verkaufen, das Laken oder die Decke dient auch als nützliche Ergänzung, um alles zu bündeln und zu rennen, wenn die Polizei eintrifft.

Der Stadtrat von Torrevieja hat eine Kampagne gestartet, um die Menschen über die Einführung von Geldstrafen in Höhe von 200 € für diejenigen zu informieren, die Waren von diesen illegalen Verkäufern kaufen. Die Geldstrafe ist Teil der jüngsten Änderung der Verordnung über die Besetzung öffentlicher Straßen und wird als “ein weiterer Schritt, den wir im Kampf gegen den Top-Manta unternommen haben” beschrieben, so Federico Alarcón, Stadtrat für Polizei, Sicherheit und Notfälle.

Behörden konzentrieren sich auf Käufer

Er erklärt, dass sich die Behörden früher ausschließlich auf die Verkäufer konzentrierten, wobei die örtliche Polizei oder die Guardia Civil gefälschte Artikel beschlagnahmten und eine Polizeipräsenz aufrechterhielten, um diese Praxis zu unterbinden. Aber jetzt, in Torrevieja, wo die Bevölkerung in den Sommermonaten in die Höhe schnellt, hat der Stadtrat es für unerlässlich erachtet, “nicht nur das Angebot, sondern auch die Nachfrage anzugreifen”. Infolgedessen wurde eine Verordnung verabschiedet, die jeden bestraft, der Waren vom Top-Manta kauft. “Ein Teil der Aufgabe besteht darin, den Bürger und insbesondere den Touristen zu informieren, der es vielleicht nicht weiß”, fügt er hinzu.

Die Strategie des Stadtrats wird durch Anzeigen in den sozialen Medien, LED-Bildschirmwerbung und auch in lokalen Geschäften breit bekannt gemacht. Bezeichnenderweise werden die Informationen sowohl auf Spanisch als auch auf Englisch zur Verfügung gestellt, um sowohl ein nationales als auch ein internationales Publikum anzusprechen, da viele Käufer ansässige Touristen sind.

Bild: Facebook


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