Der große Spanien-Überlebensguide

Die Guardia Civil hat im Rahmen der „Operation Veldona“ in Novelda (Provinz Alicante) einen 28-jährigen Mann festgenommen. Zwei weitere Personen stehen im Verdacht, als sogenannte „Wirtschaftsmaultiere“ an einer Betrugsserie mit gefälschten Ferienvermietungen beteiligt gewesen zu sein.

Nach Angaben der Ermittler wurden mehrere Betrugsfälle in den Provinzen Alicante und Sevilla aufgeklärt. Die Geschädigten verloren insgesamt rund 3.000 Euro, nachdem sie Anzahlungen für vermeintliche Ferienunterkünfte geleistet hatten, die tatsächlich nicht existierten.

Falsche Anzeigen mit günstigen Urlaubsangeboten

Die mutmaßlichen Täter veröffentlichten im Internet Ferienunterkünfte zu besonders attraktiven Preisen. Interessenten wurden aufgefordert, zur Reservierung eine Vorauszahlung zu leisten. Nach Eingang des Geldes brachen die Täter den Kontakt vollständig ab, sodass die Betroffenen weder eine Unterkunft noch ihr Geld zurückerhielten.

Bankkonten dienten zur Verschleierung

Nach Angaben der Guardia Civil nutzte die Gruppe sogenannte „Wirtschaftsmaultiere“, um die Geldflüsse zu verschleiern. Dabei stellten Dritte ihre Bankkonten zur Verfügung, auf denen die Zahlungen der Opfer eingingen und anschließend weitergeleitet wurden. Dadurch sollte die Nachverfolgung der Gelder erschwert werden.

Im Zuge der Ermittlungen identifizierten die Beamten drei mutmaßlich Beteiligte. Der festgenommene 28-Jährige wird wegen Betrugs, Geldwäsche sowie Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation verdächtigt. Gegen eine 22-jährige Frau und einen weiteren 28-jährigen Mann wird wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung als „Wirtschaftsmaultiere“ ermittelt.

Ermittlungen dauern an

Bislang konnten fünf Betrugsfälle aufgeklärt werden. Die Guardia Civil schließt weitere Maßnahmen nicht aus, da die Ermittlungen weiterhin andauern. Die Verfahrensunterlagen wurden dem zuständigen Untersuchungsgericht in Novelda übergeben.

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