Finanzielle Untreue: 17 Prozent der Spanier verbergen Finanzgeheimnisse vor ihren Partnern

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Ehrlichkeit ist entscheidend für das Wohlergehen jeder Beziehung, aber eine Umfrage hat eine überraschende Kultur der “finanziellen Untreue” unter Paaren in Spanien aufgedeckt.

Eine aktuelle Untersuchung der App für finanzielles Wohlbefinden Plazo enthüllt, dass 17 Prozent der Spanier ein “finanzielles Geheimnis” vor ihrem Partner hegen, was in fast 40 Prozent der Beziehungen zu häufigen Auseinandersetzungen über Geldangelegenheiten führt.

Diese Studie, die durchgeführt wurde, um das Finanzmanagement und die Bedeutung des Geldes im häuslichen Umfeld zu verstehen, beleuchtet die Herausforderungen, mit denen Paare in Spanien konfrontiert sind, wenn es darum geht, vollständige finanzielle Transparenz zu erreichen.

Trotz der Hürden bei der Aufrechterhaltung einer offenen Finanzkommunikation bleibt das Gemeinschaftskonto die bevorzugte Methode zur Abwicklung von Haushaltsausgaben, wenn auch nur mit geringem Abstand.

Sechsunddreißig Prozent der Privatpersonen bevorzugen ein gemeinsames Konto, während 33 Prozent ein eigenes Konto führen, aber einen Teil ihres Einkommens zu gemeinsamen Ausgaben beitragen.

Darüber hinaus wahren 31 Prozent ihre finanzielle Autonomie, indem sie ihre Ausgaben über ihre separaten Konten verwalten.

Die Unabhängigkeit im Notfallsparen

Wenn es darum geht, Mittel für Notfälle beiseite zu legen, hat die Unabhängigkeit wieder Vorrang: Fast 60 Prozent der Partner entscheiden sich dafür, individuell für einen Notfallfonds zu sparen.

Der Rest, rund 40 Prozent, bündeln dafür ihre Ressourcen auf einem Gemeinschaftskonto.

Interessanterweise teilen 72 Prozent der Paare eine gemeinsame Vision für ihre finanzielle Zukunft, aber 30 Prozent haben ihre langfristigen finanziellen Ziele noch nicht festgelegt. Dies deutet darauf hin, dass ein erheblicher Teil der Paare noch mit ihrer Finanzplanung beschäftigt ist.

Positiv zu vermerken ist, dass 86 Prozent der von Plazo Befragten behaupten, dass es in ihrer Beziehung kein Tabu mehr ist, über Geld zu sprechen, was offene Gespräche über Finanzen ermöglicht.

Dies wird auch von 75 Prozent der Befragten unterstützt, die die monatlichen finanziellen Verpflichtungen ihres Partners sicher verstehen.

Gleichberechtigung und Flexibilität

Die Herangehensweise an die Verwaltung erheblicher Ausgaben wie Miete oder Hypothekenzahlungen ist ebenso vielfältig. 46 Prozent der Paare teilen diese Kosten gleichmäßig auf, während 27 Prozent die Zahlungen an ihr Einkommen anpassen.

Diese Flexibilität erstreckt sich auch auf die Verwaltung der Ausgaben für Kinder, wobei 76 Prozent der Eltern die Kosten zu gleichen Teilen teilen und 19 Prozent die Ausgaben nach Einkommen aufteilen, was eine Vielzahl von Strategien zur Bewältigung finanzieller Verantwortlichkeiten in Beziehungen aufzeigt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Studie von Plazo die Komplexität des Finanzmanagements in spanischen Haushalten beleuchtet und eine Mischung aus traditionellen und individualistischen Ansätzen im Umgang mit Geld aufzeigt.

Bild: jackf


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