Der große Spanien-Überlebensguide

Heftige Regenfälle und sinkende Temperaturen prägen den Wochenbeginn

Spanien erlebt einen turbulenten Start in den astronomischen Herbst. Nach den extremen Unwettern am Wochenende, die vor allem Katalonien, Aragonien, Navarra und die Valencianische Gemeinschaft trafen, sorgt nun ein kalter Luftvorstoß für kühle Temperaturen und weitere Schauer.
Die Wetterlage wird von einem DANA (isoliertes Höhentief) über Frankreich bestimmt, während sich ein Hochdruckgebiet nach Skandinavien verlagert. Das Resultat: unbeständiges Wetter mit örtlich sehr intensiven Niederschlägen.

Besonders betroffen ist am Montag der kantabrische Raum, wo bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter in nur 12 Stunden fallen können. Auch die Balearen, Alicante, Murcia, Almería und Teile Kataloniens müssen mit kräftigen Gewittern rechnen. Selbst die Kanarischen Inseln bleiben nicht verschont.

In höheren Lagen der Pyrenäen und Kantabrischen Berge fällt oberhalb von 1800–2000 Metern wieder Schnee. Die Temperaturen sinken tagsüber wie nachts und lassen die herbstliche Stimmung spürbar werden.

Wetterentwicklung bis zur Wochenmitte

Am Dienstag bleiben die Schauer im Südosten, auf den Balearen und in Katalonien bestehen, während sich die Lage im Norden etwas beruhigt. Ein neuer Trog bringt ab Mittwoch ergiebige Regenfälle in Ceuta und Melilla, während die Niederschläge im Mittelmeerraum und auf den Balearen moderater ausfallen.

Die Temperaturen steigen jedoch langsam wieder an – ein Vorbote für das, was gegen Ende der Woche bevorsteht.

Ex-Hurrikan Gabrielle könnte Spanien erreichen

Besonders im Fokus steht die Entwicklung von Ex-Hurrikan Gabrielle. Der Wirbelsturm steuert aktuell auf Europa zu und könnte bereits am Freitag als (sub)tropischer Sturm die Azoren erreichen. In Wechselwirkung mit dem Jetstream setzt seine extratropische Phase ein.

Die Modelle deuten darauf hin, dass Gabrielle am Wochenende den Nordwesten Spaniens beeinflussen könnte – zunächst vor allem mit stürmischem Wind, hoher See und Regenfällen. Auch wenn Gabrielle wahrscheinlich ihre tropischen Eigenschaften verliert, sind die Auswirkungen vergleichbar mit kräftigen atlantischen Tiefdruckgebieten.

Vor dem Eintreffen des Sturms wird jedoch warme Luft nach Spanien gedrückt, was zu einem deutlichen Temperaturanstieg führt – ein kurzer Sommernachschlag mitten im Herbst.

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