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Ein Waldbrand bei Canyelles in der katalanischen Provinz Barcelona hat am Mittwoch, 29. Juli, einen größeren Feuerwehreinsatz und die vorübergehende Ausgangssperre für Tausende Einwohner ausgelöst. Die Bombers de la Generalitat erhielten den Alarm um 17:04 Uhr. Gegen 18:30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, anschließend wurde auch die angeordnete Schutzmaßnahme aufgehoben.

Betroffen waren das Ortszentrum von Canyelles sowie die nahe gelegenen Urbanisationen Les Palmeres, Muntanya del Mar, Selva Meravelles und Califòrnia. Der Zivilschutz hatte um 17:43 Uhr über das Warnsystem ES-Alert eine Nachricht an Mobiltelefone in dem Gebiet verschickt. Die Bewohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster zu schließen, nicht auf die Straße zu gehen und den Anweisungen der Behörden zu folgen.

Neun Feuerwehrfahrzeuge und zwei Luftfahrzeuge im Einsatz

Nach Angaben der Feuerwehr handelte es sich um einen Brand von Waldvegetation in unmittelbarer Nähe mehrerer Wohngebiete. Zur Bekämpfung wurden zunächst neun bodengebundene Einheiten und zwei Luftfahrzeuge eingesetzt. Über dem Gebiet hatte sich eine Rauchsäule gebildet.

Um 18:26 Uhr meldeten die Bombers de la Generalitat den Brand als unter Kontrolle. Einsatzkräfte überprüften zudem die Häuser in der besonders gefährdeten Zone. Die dort verbliebenen Bewohner befanden sich nach Angaben der Feuerwehr in gutem Zustand. Neun Bodeneinheiten blieben anschließend für weitere Löscharbeiten und zur Überwachung vor Ort.

Gegen 19:15 Uhr hob der Zivilschutz die seit 17:43 Uhr geltende Schutzanordnung wieder auf. Damit dauerte die Maßnahme rund eineinhalb Stunden.

Unterschiedliche Angaben zur Zahl der Betroffenen

Bei der Zahl der betroffenen Einwohner gibt es in den am Mittwoch veröffentlichten Berichten eine auffällige Abweichung. VilaWeb und RAC1 nennen unter Berufung auf den Zivilschutz eine geschätzte Zahl von 3.298 Menschen. Auch weitere Berichte sprechen gerundet von etwa 3.300 Betroffenen.

In einer über EFE verbreiteten aktualisierten Meldung wird dagegen im Fließtext eine Zahl von 2.398 Menschen genannt, obwohl dieselbe Meldung in Überschrift und Einleitung von rund 3.300 Betroffenen spricht. Auch La Vanguardia nennt an einer Stelle 2.398, während der Bericht ansonsten von rund 3.300 Menschen ausgeht. Die mehrfach genannte Zahl von 3.298 ist damit in der aktuellen Berichterstattung konsistenter, die abweichende Angabe von 2.398 sollte jedoch bei einer endgültigen Bezifferung berücksichtigt werden.

Canyelles hatte bereits vor hoher Brandgefahr gewarnt

Der Brand ereignete sich in einer Phase erhöhter Waldbrandgefahr. Die Gemeinde Canyelles hatte erst am 21. Juli darauf hingewiesen, dass für das Gemeindegebiet Stufe 2 des katalanischen Pla Alfa und damit eine hohe Waldbrandgefahr galt. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, besondere Vorsicht walten zu lassen.

Bereits Mitte Juli hatten die Gemeinde und örtliche Feuergruppen zudem entschieden, den traditionellen „Correfoc“ des Stadtfestes wegen der erhöhten Brandgefahr auf den Herbst zu verschieben.

Am Mittwoch waren die Einsatzkräfte in Katalonien gleichzeitig mit weiteren Waldbränden beschäftigt. Neben Canyelles brannte es unter anderem bei Masllorenç im Baix Penedès und bei Os de Civís im Alt Urgell.

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